Ausgabe März 2012

Der Betriebsrat als Co-Manager

Gleich in mehreren Branchen stehen in diesem Monat Tarifverhandlungen an: Anfang März beginnen die Gespräche im Öffentlichen Dienst, Mitte März dann in der Metall- und Elektroindustrie. Die Gewerkschaften IG Metall und ver.di fordern für die Beschäftigten beider Branchen bis zu 6,5 Prozent mehr Lohn – deutlich mehr als sie in der vorangegangen Tarifrunde 2010/2011 herausholen konnten. Die Belegschaften wollen nach Jahren der Zurückhaltung an den Früchten des Wirtschaftswachstums des letzten Jahres partizipieren; Streiks sind daher nicht ausgeschlossen.

Wenn es um die Rechte von Arbeitnehmern geht, wird sich die mediale Aufmerksamkeit somit primär auf die kommenden Verhandlungsrunden richten. Was dabei schnell aus dem Blickfeld gerät, ist die alltägliche Arbeit, die Beschäftigte speziell im Betriebsrat als dem zentralen Gremium der betrieblichen Mitbestimmung leisten.

Der Betriebsrat gilt im deutschen System der industriellen Beziehungen als eine bewährte Institution, die besonders in den traditionellen Wirtschaftssektoren ihre Bastion hat. Doch mit dem wirtschaftsstrukturellen Wandel haben sich in den letzten Jahren Betriebe ohne Betriebsrat erheblich vermehrt.

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Aktuelle Ausgabe März 2026

In der März-Ausgabe spannt sich der Bogen von der Antike bis zur Gegenwartskrise: Markus Linden zeigt, wie die Neue Rechte Platon und Cicero für ihre antiliberale Propaganda vereinnahmt. Maike Albath beleuchtet, wie Giorgia Meloni der italienischen Rechten ein vermeintlich harmloses, mütterliches Image verleiht. Antje Schrupp bilanziert die Politik der Gleichstellung und fragt, wie weibliche Freiheit in einem postpatriarchalen Zeitalter neu gedacht werden kann. Zum Holocaust-Gedenktag fordert die Auschwitz-Überlebende Tova Friedman in einem eindringlichen Appell entschlossenes Handeln gegen den wieder aufblühenden Antisemitismus. Eva Illouz diskutiert mit Dieter Thomä, wie im Schatten des Gazakrieges die Voraussetzungen für eine friedliche Zukunft in Nahost geschaffen werden könnten. Wolfgang Zellner analysiert, wie Europa angesichts des drohenden Zerfalls der Nato seine Souveränität bewahren kann. Robert Misik plädiert für einen radikalen Linksliberalismus als Antwort auf den rechten Autoritarismus. Und während Jochen Ahlswede 15 Jahre nach Fukushima vor einer Entmachtung der Atomsicherheitsbehörden warnt, fragt Frank Adloff, wie sich eine ökologische Zukunft trotz multipler Krisen offenhalten lässt.

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