Ausgabe Januar 2016

Integration durch gute Arbeit

Viele der Flüchtlinge, die derzeit Deutschland erreichen, werden für längere Zeit oder sogar für immer hier bleiben. Für deren gesellschaftliche Teilhabe ist eine aktive Integrationspolitik erforderlich, das gilt insbesondere auch für den Arbeitsmarkt.

Aktuell prognostiziert das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), dass im Jahr 2016 insgesamt weitere 380 000 potentielle Erwerbspersonen dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen werden. Zudem wird mit einem zusätzlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit um 130 000 Personen gerechnet.[1] Viele der neuen Flüchtlinge sind sehr jung: Über 50 Prozent sind jünger als 25 Jahre; 70 Prozent unter 30 Jahren. Die berufliche Qualifikation wird insgesamt geringer als bei anderen Ausländergruppen eingeschätzt.[2]

Somit gewinnt die Frage einer erfolgreichen Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen brisante Bedeutung. Entsprechend ist die Debatte bereits in vollem Gang. Dabei wird von manchen die Einführung niedrigerer Einstiegslöhne oder gar die Absenkung des Mindestlohns ins Spiel gebracht.

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In der Januar-Ausgabe warnt der Journalist Alexander Hurst vor einem drohenden Bürgerkrieg in den USA, sollte Donald Trump eine Abwahl in einem Jahr nicht akzeptieren. Die indische Schriftstellerin Arundhati Roy zeigt, wie die Hindu-Nationalisten die innere Vielfalt Indiens bekämpfen und selbst vor kriegerischen Mitteln nicht halt machen. »Blätter«-Redakteurin Julia Schweers beleuchtet den Generationenkonflikt, der in Afrika zu einer dritten kontinentalen Protestwelle führen könnte. Der Soziologe Mathias Greffrath fordert die Abkehr vom Mantra des ständigen Wachstums, um dem »Zeitalter der Verwüstung« ein Ende zu setzen. Und »Blätter«-Mitherausgeber Micha Brumlik analysiert die antisemitische Kontinuität von der DDR bis ins heutige Ostdeutschland.

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