Ausgabe März 2003

Wir werden es so wie in Afghanistan machen

Präsident Georg W. Bushs Bericht zur Lage der Nation vom 28. Januar 2003. Außenpolitischer Teil (Wortlaut)

Es gibt Tage, an denen die Bürger Amerikas keine Neuigkeiten über den Krieg gegen den Terrorismus hören. Es gibt keinen Tag, an dem ich nicht von einer weiteren Bedrohung erfahre oder Berichte über laufende Operationen erhalte oder in diesem globalen Krieg gegen ein weit verzweigtes Killer-Netzwerk einen Befehl erteile. Der Krieg dauert an, und wir werden gewinnen.

Bis zum heutigen Tag haben wir viele wichtige Befehlshaber von Al Qaida festgenommen oder sind anderweitig gegen sie vorgegangen. Unter den genannten Personen befindet sich ein Mann, der die Logistik und Finanzierung für die Anschläge am 11. September organisierte; der Chef von Al Qaida-Operationen im Persischen Golf, der die Bombenanschläge auf unsere Botschaften in Ostafrika und die USS Cole plante; ein Leiter von Al Qaida- Operationen aus Südostasien; ein ehemaliger Direktor von Al Qaida-Ausbildungslagern in Afghanistan; eine Schlüsselfigur für Al Qaida-Operationen in Europa und ein wichtiger Al Qaida-Führer im Jemen. Insgesamt wurden mehr als 3 000 verdächtige Terroristen in vielen Ländern verhaftet. Viele andere hat ein anderes Schicksal ereilt. Sagen wir so – sie stellen für die Vereinigten Staaten und ihre Freunde und Verbündeten nicht länger ein Problem dar.

Wir arbeiten eng mit anderen Ländern zusammen, um weitere Anschläge zu verhindern.

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Aktuelle Ausgabe April 2026

In der April-Ausgabe erinnert Hauke Brunkhorst an den großen Sozialphilosophen und langjährigen »Blätter«-Mitherausgeber Jürgen Habermas, der am 14. März 2026 gestorben ist. Im Mittelpunkt seines Lebenswerks stand die Verteidigung der Demokratie. Diese, und mit ihr die Idee eines freien Westens, wird derzeit besonders von einer Figur herausgefordert: Donald Trump. Den unkalkulierbaren Folgen des Irankriegs für die Region wie für die internationale Ordnung widmen sich Dalia Dassa Kaye sowie Nicole Deitelhoff. Robert Kagan wiederum skizziert die absehbaren kriegerischen Folgen einer durch Trump zerstörten amerikanischen Ordnung – und deren hohe Kosten für die USA selbst. Was uns Thukydides heute über den drohenden Zusammenbruch der liberalen Welt lehren kann, fragen Carlotta Voss und Daniel-Pascal Zorn. Und Nick Reimer sowie Olga Bubich erinnern an die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vor vierzig Jahren und ihre Gegenwart im Schatten des Ukrainekrieges.

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