Ausgabe Februar 2000

Luftverkehr und Ökologie

Anfang Dezember letzten Jahres hat die Kommission der Europäischen Gemeinschaften dem Rat, dem Europäischen Parlament, dem Wirtschafts- und Sozialausschuss und dem Ausschuss der Regionen eine sogenannte "Mitteilung" übergeben, in der sie zahlreiche Anregungen zur verbesserten Berücksichtigung von Umweltfragen bei der Entwicklung des Luftverkehrs gibt. 1) Der folgende Beitrag faßt die Ergebnisse dieser Studie zusammen und versucht, die Empfehlungen danach einzuschätzen, ob sie die Entwicklung des Luftverkehrs hinreichend am Kriterium der Nachhaltigkeit orientieren können. Daß der Luftverkehr ebenso wie die damit zusammenhängenden Branchen rascher als die Wirtschaft im Durchschnitt wächst, ist mittlerweile gut dokumentiert. Ein Sonderbericht des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) hat in diesem Jahr gezeigt, daß Personenflüge seit 1960 im Durchschnitt um fast 9% jährlich und damit 2,4 mal so schnell wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zugenommen haben. 2) Im Jahre 1995 wurden 2537 Mrd. Passagier-Kilometer geflogen, das sind etwa 500 km pro Erdbewohner.

Dabei wurden 40% der Luftverkehrsleistung in den USA nachgefragt, 30% in Europa, dem größten Wachstumsmarkt der letzten 10 Jahre, und (zum Beispiel) nur 2% in Afrika.

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In der Februar-Ausgabe analysiert Ferdinand Muggenthaler die Folgen des US-Militärschlags in Venezuela für Lateinamerika – und erläutert, an welche Grenzen Trumps imperiale Ambitionen auf dem Subkontinent stoßen könnten. Nach vier Jahren russischer Vollinvasion und einem Jahr Trump ist die Ukraine zu einem zentralen Schauplatz im Ringen um eine imperiale globale Ordnung avanciert, argumentiert Steffen Vogel. Ulrich Menzel beschreibt die Konturen des heranbrechenden neuen imperialistischen Zeitalters, in dem das »Trio infernale« – USA, Russland und China – miteinander um die globale Vorherrschaft ringt. Seyla Benhabib beleuchtet unter Rückgriff auf das Denken Hannah Arendts die dramatischen Herausforderungen der Demokratie im planetarischen Zeitalter. Sonja Peteranderl zeigt auf, wie sich deutsche Behörden aus ihrer Abhängigkeit von Trump-hörigen Tech-Konzernen lösen können. Dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk hierzulande nicht nur innenpolitisch unter Druck steht, sondern auch ausländische Regierungen politisch Einfluss auszuüben versuchen, zeigt Wolfgang Kraushaar am Beispiel der Kontroverse um die ARD-Israel-Korrespondentin Sophie von der Tann. Und Georg Diez plädiert angesichts der wachsenden Stimmenanteile der AfD für die Abkehr von Parteidisziplin und den Umbau der Demokratie hin zu einer zielorientierten Zwei-Drittel-Republik.

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