Im Januar dieses Jahres stellte die französische Attac-Bewegung ihr Manifest 2002 vor (vgl. "Blätter", 3/2002, S. 347-362). Es gibt nicht nur die politische Agenda der Bewegung für das Wahljahr 2002 vor, sondern entwirft darüber hinaus einen umfassenden Ansatz des globalisierungskritischen Netzwerks. Wir fragten nach, in welcher Rolle die Bewegung sich bei der Entwicklung von Alternativen sieht, und boten Susan George, die zu den führenden Köpfe der internationalen Attac-Bewegung zählt, um ein "Blätter"-Gespräch. Die 1934 in Ohio/USA geborene Grande Dame der Bewegung nahm 1994 die französische Staatsangehörigkeit an. Sie arbeitet seit 25 Jahren zu Fragen der internationalen Politik. Von 1990 bis 1995 war sie Vorstandsmitglied von Greenpeace International, ist Mitbegründerin des Transnational Institute in Amsterdam, Autorin zahlreicher Bücher und Artikel zu Armut und Hunger in der Dritten Welt, zur Verschuldungsfrage und zur Globalisierung. Ihr neuestes Werk "Der Lugano Report... oder Ist der Kapitalismus noch zu retten?" (Rowohlt 2001) liefert eine kritische, herausfordernde Analyse und entwickelt demokratische Alternativen. - D. Red.
Das Timing hätte nicht besser sein können. Kaum hatten Ende April Delegierte aus 57 Staaten die weltweit erste Konferenz zum Ausstieg aus fossilen Brennstoffen verlassen, gab es neue Hiobsbotschaften vom Ölmarkt.