Ausgabe Mai 2003

Erklärung des irakischen Botschafters bei den Vereinten Nationen, Mohammed A. Aldouri, vor dem UN-Sicherheitsrat am 11. März 2003 (Wortlaut)

Meine Delegation möchte ihre Dankbarkeit darüber zum Ausdruck bringen, dass Sie, Herr Präsident, diese offene Sitzung einberufen haben. Wir möchten uns auch bei der Delegation von Malaysia, das den Vorsitz des Koordinationsbüros der Blockfreien-Bewegung innehat, bedanken. Sie hat diese Sitzung beantragt, weil es nötig war, die Meinung der internationalen Gemeinschaft in einem Geist der Transparenz und kollektiver Verantwortung zu einem ernsten Problem und zu der Gefahr einer Aggression gegen ein Mitgliedsland der Bewegung anzuhören. Meine Erklärung wird sich darauf konzentrieren, einige der Fragen zu beantworten, die sich die Vertreter vieler Staaten stellen; insbesondere nach dem Durcheinander von Tatsachen und Lügen und nach den falschen Anschuldigungen, die von den Vereinigten Staaten und Großbritannien bezüglich der Einhaltung und Durchführung der relevanten Sicherheitsratsresolutionen durch den Irak verbreitet werden.

Erstens: Hat der Irak die einschlägigen Sicherheitsratsresolutionen zur Abrüstung eingehalten und hält er sie auch jetzt ein? Der Irak arbeitete mit der United Nations Special Commission (UNSCOM) acht Jahre lang zusammen. Infolgedessen wurden zwischen 1991 und 1994 95% der Entwaffungsaufgaben erfüllt. Herr Ekeus [früherer UNSCOM-Chef] hat dies bestätigt.

Sie haben etwa 12% des Textes gelesen. Um die verbleibenden 88% zu lesen, haben Sie die folgenden Möglichkeiten:

Artikel kaufen (1€)
Digitalausgabe kaufen (10€)
Anmelden

Aktuelle Ausgabe Juni 2026

In der Juni-Ausgabe deutet Andreas Püttmann den Aufstieg der Rechten als Ausdruck einer tiefgreifenden kulturellen Krise und eines entgrenzten Narzissmus. Meron Mendel plädiert für eine Pluralisierung der Erinnerungskultur, die nicht nur warnt, sondern auch verbindet. Angesichts des gegenwärtigen autoritären Umbruchs entwirft Franziska Brantner einen neuen Liberalismus, der Freiheit, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit zusammendenkt. Nina Kolleck erklärt, warum die Nutzung von Social Media kein Privatproblem ist und die Verantwortung für deren gravierende Folgen zuvorderst bei den Plattformbetreibern liegt. Carola Lentz würdigt die Geschichte des Goethe-Instituts und die demokratische Qualität seiner Kulturarbeit, die heute zunehmend in das Fahrwasser rauer Machtpolitik gerate. Wolfgang Zellner lotet in einer von Ordnungszerfall und Großmachtkonkurrenz geprägten Welt die Handlungsspielräume Europas aus, während Wolfgang Kaleck fragt, wie sich das Völkerrecht gegen Trump verteidigen – und weiterentwickeln – lässt.

Zur Ausgabe Probeabo

Weitere Artikel zum Thema

Putins Kriegswirtschaft: Propaganda und Realität

von Michael R. Krätke

Zu den ständig wiederholten Propagandalügen des russischen Regimes gehört die Behauptung, Russlands Wirtschaft werde von den Sanktionen des Westens kaum berührt. Viele glauben das, weil die Ankündigung, die Sanktionen würden Russland in kürzester Zeit in die Knie zwingen, nicht eingetroffen ist.

Politik als Gewinnspiel: Wetten auf Krieg und Frieden

von Sonja Peteranderl

Über Monate hinweg beobachteten US-Geheimdienste jede Bewegung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro. Am 3. Januar gab US-Präsident Donald Trump schließlich grünes Licht für die »Operation Absolute Resolve«.

Libanon: Letzte Hoffnung Trump?

von Kristian Brakel

Seit Anfang März tobt im Libanon die x-te Auflage des jahrzehntealten Konflikts zwischen Israel und der Hisbollah. Während die Weltöffentlichkeit gebannt verfolgt, wie Donald Trump die militärische Projektionskraft der USA am Golf verspielt, erregt der Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah weit weniger Aufmerksamkeit.