Denkanstöße für eine erfolgreiche Transformation
Bild: Blick in eine Produktionshalle mit Produktionslinie im Volkswagen-Werk Zwickau, 13.10.2025 (IMAGO / Chris Emil Janßen)
Die Automobilindustrie ist in der Krise. Viele trauern dem veralteten Erfolgsmodell nach. Stattdessen gilt es, zukunftsweisende Mobilitätskonzepte umzusetzen und eine Wirtschaftspolitik zu entwickeln, die Zuversicht mit planvollem Handeln verbindet.
Die Transformation des Automobils und der Branche – des Produkts und der Produktion – dauert schon länger als die aktuelle Krise. Und sie wird noch Jahre dauern. Die große Frage ist: mit welchem Ausgang? Wird die heimische Automobilindustrie mit tausenden Zulieferern die große Veränderung erfolgreich durchlaufen und anschließend wieder einen bedeutenden Platz in der Wirtschaft und im globalen Wettbewerb einnehmen? Oder schwach und schwächer werden? Wird sie nur noch teure Luxus- und Spezialfahrzeuge herstellen, also Nischenprodukte in alle Welt verkaufen? Übernehmen chinesische und andere Hersteller aus Asien den globalen Massenmarkt, noch mehr als heute schon?
Im Nachkriegsdeutschland spielte die Automobilindustrie eine besondere wirtschaftliche und politische Rolle. Deutschland war Autoland, der Käfer das erste Weltauto. Manche Bundesländer, wie Baden-Württemberg, verdanken ihren Wohlstand ganz wesentlich dieser Entwicklung. Über Jahrzehnte weltweit erfolgreiche Unternehmen wie Mercedes, Porsche, Audi, Bosch sind bekannter als Baden-Württemberg, VW ist weit bekannter als Niedersachsen, das kann man überall auf der Welt erfahren.