Ausgabe Januar 1991

Editorial

Am 7. Dezember 1990, dem Jahrestag der Eröffnung des zentralen Runden Tisches der DDR im Berliner Dietrich-Bonhoeffer-Haus, erhielten an gleicher Stelle Bärbel Bohley und Wolfgang Ullmann, stellvertretend für die Demokratiebewegung der DDR, den Demokratie-Preis der „Blätter". Die Laudatio hielt Walter Jens. Der Preis ist mit 10 000 DM dotiert und wird mit Unterstützung der Gesellschaft zur Förderung politisch-wissenschaftlicher Publizistik und demokratischer Initiativen e.V., Bonn, vergeben, deren Vorsitzender Karlheinz Koppe die Veranstaltung eröffnete. Zahlreiche Teilnehmer/innen des Runden Tisches, Vertreter/innen der Bürgerbewegungen, Persönlichkeiten aus Politik und Kultur waren erschienen, vom zentralen Runden Tisch neben den Preisträgern u.a.

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Aktuelle Ausgabe Januar 2026

In der Januar-Ausgabe skizziert der Journalist David Brooks, wie die so dringend nötige Massenbewegung gegen den Trumpismus entstehen könnte. Der Politikwissenschaftler Philipp Lepenies erörtert, ob die Demokratie in den USA in ihrem 250. Jubiläumsjahr noch gesichert ist – und wie sie in Deutschland geschützt werden kann. Der Politikwissenschaftler Sven Altenburger beleuchtet die aktuelle Debatte um die Wehrpflicht – und deren bürgerlich-demokratische Grundlagen. Der Sinologe Lucas Brang analysiert Pekings neue Friedensdiplomatie und erörtert, welche Antwort Europa darauf finden sollte. Die Journalistinnen Susanne Götze und Annika Joeres erläutern, warum die Abhängigkeit von Öl und Gas Europas Sicherheit gefährdet und wie wir ihr entkommen. Der Medienwissenschaftler Roberto Simanowski erklärt, wie wir im Umgang mit Künstlicher Intelligenz unsere Fähigkeit zum kritischen Denken bewahren können. Und die Soziologin Judith Kohlenberger plädiert für eine »Politik der Empathie« – als ein Schlüssel zur Bekämpfung autoritärer, illiberaler Tendenzen in unserer Gesellschaft.

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