Ausgabe März 1998

In eigener Sache

Wie gehen wir damit um, daß Anfang 1998 nicht wie 1997 ein positiver Abo-Saldo zu vermelden ist? 622 Abonnentinnen und Abonnenten konnten die "Blätter" 1997 neu gewinnen, 594 haben abbestellt, 178 sind unbekannt verzogen oder haben trotz wiederholter Mahnung nicht bezahlt. Von Heft 1/1998 wurden daher 7 426 Exemplare ausgeliefert, genau 150 weniger als vor einem Jahr (1/1997: 7 576 Expl.). Abzüglich der Freiexemplare bleiben unter dem Strich 7 233 bezahlte Abonnements. Vor Jahren waren wir davon ausgegangen, daß rund 8 000 bezahlte Abonnements die Untergrenze für den wirtschaftlichen Bestand der "Blätter" auf dem gewohnten Qualitätsniveau darstellen. Die Rechnung gilt noch. Corinna Hauswedell, Karlheinz Koppe und Wolfgang Zellner schreiben dazu in ihrem Brief an die Mitglieder des Fördervereins, nichts liege ihnen ferner, als in Alarmismus zu machen. Nach wie vor schnitten die "Blätter" besser ab als vergleichbare Periodika.

Aber: "Weitere substantielle Abonnementverluste sind kaum noch zu verkraften." Nur der Förderverein könne "jene Zusatz-Mittel aufbringen, die für Qualitätssicherung und Werbung erforderlich sind." In der Tat hat allein der Zuschuß des Fördervereins es dem Blätter-Verlag erlaubt, auch für 1997 ausgeglichen abzuschließen.

März 1998

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Aktuelle Ausgabe April 2026

In der April-Ausgabe erinnert Hauke Brunkhorst an den großen Sozialphilosophen und langjährigen »Blätter«-Mitherausgeber Jürgen Habermas, der am 14. März 2026 gestorben ist. Im Mittelpunkt seines Lebenswerks stand die Verteidigung der Demokratie. Diese, und mit ihr die Idee eines freien Westens, wird derzeit besonders von einer Figur herausgefordert: Donald Trump. Den unkalkulierbaren Folgen des Irankriegs für die Region wie für die internationale Ordnung widmen sich Dalia Dassa Kaye sowie Nicole Deitelhoff. Robert Kagan wiederum skizziert die absehbaren kriegerischen Folgen einer durch Trump zerstörten amerikanischen Ordnung – und deren hohe Kosten für die USA selbst. Was uns Thukydides heute über den drohenden Zusammenbruch der liberalen Welt lehren kann, fragen Carlotta Voss und Daniel-Pascal Zorn. Und Nick Reimer sowie Olga Bubich erinnern an die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vor vierzig Jahren und ihre Gegenwart im Schatten des Ukrainekrieges.

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