Ausgabe Mai 1999

Presserklärung von NATO-Generalsekretär Javier Solana vom 24. März 1999 (Wortlaut)

Ziele und Interessen der Vereinigten Staaten und der NATO im Kosovo. Fact Sheet des US-Außenministeriums vom 26. März 1999 (Wortlaut)

Ich wurde vom Obersten Alliierten Befehlshaber Europa General Clark informiert, daß in diesem Augenblick die Luftoperationen der NATO gegen Ziele in der Bundesrepublik Jugoslawien begonnen haben.

Im Verlauf der letzten Monate hat die internationale Gemeinschaft alles versucht, um zu einer Verhandlungslösung in bezug auf Kosovo zu gelangen. Doch dies war nicht möglich.

Es ist klar, daß Präsident Milosevic die Verantwortung für die Luftschläge trägt, weil er sich geweigert hat, die gewaltsamen Aktionen im Kosovo zu beenden, ebenso, wie er sich geweigert hat zu verhandeln. J

etzt wird gehandelt. Ich betone noch einmal, daß die NATO nicht gegen das jugoslawische Volk Krieg führt, das seit zu langer Zeit wegen der Politik seiner Regierung in Europa isoliert ist.

Unsere Aktionen richten sich gegen die Repressionspolitik der jugoslawischen Führung.

Wir müssen die Gewalt enden lassen und Schluß machen mit der humanitären Katastrophe, mit der der Kosovo jetzt geschlagen ist.

Das ist für uns eine moralische Pflicht.

Die Soldaten der NATO, Männer und Frauen, die an dieser wichtigen Mission beteiligt sind, gehören zu den Besten der Welt.

Ich bin überzeugt, daß sie Erfolg haben werden.

 

Mai 1999

Sie haben etwa 85% des Textes gelesen. Um die verbleibenden 15% zu lesen, haben Sie die folgenden Möglichkeiten:

Artikel kaufen (1€)
Digitalausgabe kaufen (10€)
Anmelden

Aktuelle Ausgabe April 2026

In der April-Ausgabe erinnert Hauke Brunkhorst an den großen Sozialphilosophen und langjährigen »Blätter«-Mitherausgeber Jürgen Habermas, der am 14. März 2026 gestorben ist. Im Mittelpunkt seines Lebenswerks stand die Verteidigung der Demokratie. Diese, und mit ihr die Idee eines freien Westens, wird derzeit besonders von einer Figur herausgefordert: Donald Trump. Den unkalkulierbaren Folgen des Irankriegs für die Region wie für die internationale Ordnung widmen sich Dalia Dassa Kaye sowie Nicole Deitelhoff. Robert Kagan wiederum skizziert die absehbaren kriegerischen Folgen einer durch Trump zerstörten amerikanischen Ordnung – und deren hohe Kosten für die USA selbst. Was uns Thukydides heute über den drohenden Zusammenbruch der liberalen Welt lehren kann, fragen Carlotta Voss und Daniel-Pascal Zorn. Und Nick Reimer sowie Olga Bubich erinnern an die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vor vierzig Jahren und ihre Gegenwart im Schatten des Ukrainekrieges.

Zur Ausgabe Probeabo

Weitere Artikel zum Thema Krieg und Frieden

Südsudan: Krieg im Patronagestaat

von Simone Schlindwein

Seit nunmehr drei Jahren tobt im Sudan ein brutaler Krieg zwischen dem sudanesischen Militär SAF und der paramilitärischen Miliz RSF mit ihren rivalisierenden Anführern General Abdelfatah al Burhan und General Mohammed Hamdan Daglo; mehre Millionen Menschen wurden seither innerhalb des eigenen Landes und in Nachbarländer vertrieben, Hunderttausende getötet.