Ausgabe Juni 2001

Wir sollten die Zwänge des ABM-Vertrags hinter uns lassen.

Rede von Präsident George W. Bush an der National Defense University in Washington am 1. Mai 2001 (Wortlaut)

In seiner Rede vor der Washingtoner National Defense University am 1. Mai 2001 skizzierte US-Präsident George W. Bush das künftige, auf einem in der Entwicklung befindlichen Raketenabwehrsystem basierende Sicherheitskonzept der Vereinigten Staaten. In diesem Zusammenhang kritisierte Bush die "Zwänge des ABM-Vertrags" von 1972, in dem sich die USA und die damalige Sowjetunion auf eine strikte Begrenzung ihrer Raketenabwehrkapazitäten verpflichtet hatten. Er sicherte den NATO-Verbündeten Konsultationen sowie die Einbeziehung Chinas und Rußlands in diesbezügliche Gespräche zu. (Vgl. zu den NMD-Plänen Washingtons die Beiträge von Karl D. Bredthauer, Jürgen Scheffran und Regina Hagen sowie das Memorandum der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler im AprilHeft und Bernd W. Kubbigs Artikel in der Mai-Ausgabe der "Blätter".) Die Rede von George W. Bush dokumentieren wir nachstehend im Wortlaut. - D. Red.

Vielen Dank, Herr Minister.

Ich weiß Ihre Anwesenheit zu schätzen. Ich möchte auch Außenminister Powell dafür danken, dass er hier ist, Meine Nationale Sicherheitsberaterin, Condi Rice, ist hier, ebenso der Vorsitzende der Vereinigten Stabschefs, General Myers. Ich freue mich, dass Admiral Clark und General Ryan ebenfalls hier sind.

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Aktuelle Ausgabe April 2026

In der April-Ausgabe erinnert Hauke Brunkhorst an den großen Sozialphilosophen und langjährigen »Blätter«-Mitherausgeber Jürgen Habermas, der am 14. März 2026 gestorben ist. Im Mittelpunkt seines Lebenswerks stand die Verteidigung der Demokratie. Diese, und mit ihr die Idee eines freien Westens, wird derzeit besonders von einer Figur herausgefordert: Donald Trump. Den unkalkulierbaren Folgen des Irankriegs für die Region wie für die internationale Ordnung widmen sich Dalia Dassa Kaye sowie Nicole Deitelhoff. Robert Kagan wiederum skizziert die absehbaren kriegerischen Folgen einer durch Trump zerstörten amerikanischen Ordnung – und deren hohe Kosten für die USA selbst. Was uns Thukydides heute über den drohenden Zusammenbruch der liberalen Welt lehren kann, fragen Carlotta Voss und Daniel-Pascal Zorn. Und Nick Reimer sowie Olga Bubich erinnern an die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vor vierzig Jahren und ihre Gegenwart im Schatten des Ukrainekrieges.

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