Ausgabe Juli 2004

Abzug aus Gaza?

Im Dezember 2003 bekundete Israels Premierminister Ariel Scharon erstmalig seine Absicht einer einseitigen Abkopplung ("unilateral disengagement") von den Palästinensern. Dabei betonte er, dass Israel sich gezwungen sehe, einseitige Maßnahmen zu ergreifen, weil es auf palästinensischer Seite keinen Partner gebe, mit dem es verhandeln und die Roadmap zu einer Friedenslösung umsetzen könne.

Im Dezember 2003 bekundete Israels Premierminister Ariel Scharon erstmalig seine Absicht einer einseitigen Abkopplung ("unilateral disengagement") von den Palästinensern. Dabei betonte er, dass Israel sich gezwungen sehe, einseitige Maßnahmen zu ergreifen, weil es auf palästinensischer Seite keinen Partner gebe, mit dem es verhandeln und die Roadmap zu einer Friedenslösung umsetzen könne. Im Frühjahr 2004 konkretisierte Scharon, dass die Abkopplung neben dem Bau von Sperranlagen in der Westbank auch den Abzug aus jenen Gebieten umfassen soll, in denen nach einem endgültigen Abkommen mit den Palästinensern ohnehin keine Israelis mehr leben werden: aus dem Gazastreifen und einigen isolierten Siedlungen in der nördlichen Westbank. George W. Bush lobte die geplanten Maßnahmen als historisch und mutig und sagte amerikanische Unterstützung zu.

In einem Brief an den amerikanischen Präsidenten vom 14.

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