Ausgabe Februar 1990

In eigener Sache

Die Weiterführung der "Blätter", jetzt im Eigenverlag der Redaktion, hat eine ermutigende Resonanz gefunden. Wir möchten uns an dieser Stelle herzlich für die vielen Briefe bedanken, die der Redaktion in den vergangenen Wochen zugegangen sind. FAZ, FR und taz, ZEIT, Rheinischer Merkur und Börsenblatt haben, wie auch diverse Rundfunksendungen, über den neuen Start berichtet. Besonders freuen wir uns natürlich, eine ganze Reihe neuer Abonnentinnen und Abonnenten begrüßen zu können: 236 seit Heft 1/1990. Und viele haben die Vorschläge unseres Faltblatts "Die Blätter jetzt in eigener Regie" (es liegt auch diesem Heft wieder bei) aufgegriffen, haben Geschenkabonnements der "Blätter" bestellt und/oder ihr Abonnement in ein Förderabonnement umgewandelt (über Hundert seit Heft 1/1990).

Auch der geplante Förderverein der "Blätter" stößt auf reges Interesse. Wir werden in Kürze Näheres mitteilen können.

Februar 1990

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In der Juni-Ausgabe deutet Andreas Püttmann den Aufstieg der Rechten als Ausdruck einer tiefgreifenden kulturellen Krise und eines entgrenzten Narzissmus. Meron Mendel plädiert für eine Pluralisierung der Erinnerungskultur, die nicht nur warnt, sondern auch verbindet. Angesichts des gegenwärtigen autoritären Umbruchs entwirft Franziska Brantner einen neuen Liberalismus, der Freiheit, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit zusammendenkt. Nina Kolleck erklärt, warum die Nutzung von Social Media kein Privatproblem ist und die Verantwortung für deren gravierende Folgen zuvorderst bei den Plattformbetreibern liegt. Carola Lentz würdigt die Geschichte des Goethe-Instituts und die demokratische Qualität seiner Kulturarbeit, die heute zunehmend in das Fahrwasser rauer Machtpolitik gerate. Wolfgang Zellner lotet in einer von Ordnungszerfall und Großmachtkonkurrenz geprägten Welt die Handlungsspielräume Europas aus, während Wolfgang Kaleck fragt, wie sich das Völkerrecht gegen Trump verteidigen – und weiterentwickeln – lässt.

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