Ausgabe Januar 1991

Die wirtschaftliche Entwicklung in der Bundesrepublik im zweiten Halbjahr 1990

In den jüngeren Konjunkturübersichten und Prognosen für die Bundesrepublik Deutschland - so im Herbstgutachten der Wirtschaftsforschungsinstitute und im Sachverständigengutachten - wird versucht, Ziffern für die gesamte Bundesrepublik, einschließlich der ehemaligen DDR, vorzulegen. Dem wird hier nicht gefolgt. Zwar ist davon auszugehen, daß die beiden Teile des Landes spätestens seit der Währungsunion einen einzigen Wirtschaftsraum bilden; aber die Probleme und Entwicklungen sind zu unterschiedlich, als daß z.B. eine einheitliche Ziffer für das deutsche Wirtschaftswachstum Aussagekraft hätte. Außerdem sind die Statistiken noch in keiner Weise vergleichbar.

Es wird daher im folgenden auf die beiden Gebiete gesondert eingegangen, wobei die Handelsbeziehungen zwischen ihnen entsprechend dem bisherigen Verfahren in der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung als Außenhandel gefaßt werden. Da die Vorausschätzungen für das zweite Halbjahr relativ stark von der tatsächlichen Entwicklung abweichen, werden im folgenden nur die Ergebnisse für das dritte Vierteljahr 1990 vorgestellt, soweit noch keine aktuelleren Angaben vorliegen.

Das Wachstum in der alten Bundesrepublik hat sich im dritten Quartal eher nochmals beschleunigt. Die Tabelle zeigt, daß im Vorjahresvergleich die Investitionen und die Ausfuhren tragende Kräfte waren.

Sie haben etwa 53% des Textes gelesen. Um die verbleibenden 47% zu lesen, haben Sie die folgenden Möglichkeiten:

Artikel kaufen (1€)
Digitalausgabe kaufen (10€)
Anmelden

Aktuelle Ausgabe Januar 2026

In der Januar-Ausgabe skizziert der Journalist David Brooks, wie die so dringend nötige Massenbewegung gegen den Trumpismus entstehen könnte. Der Politikwissenschaftler Philipp Lepenies erörtert, ob die Demokratie in den USA in ihrem 250. Jubiläumsjahr noch gesichert ist – und wie sie in Deutschland geschützt werden kann. Der Politikwissenschaftler Sven Altenburger beleuchtet die aktuelle Debatte um die Wehrpflicht – und deren bürgerlich-demokratische Grundlagen. Der Sinologe Lucas Brang analysiert Pekings neue Friedensdiplomatie und erörtert, welche Antwort Europa darauf finden sollte. Die Journalistinnen Susanne Götze und Annika Joeres erläutern, warum die Abhängigkeit von Öl und Gas Europas Sicherheit gefährdet und wie wir ihr entkommen. Der Medienwissenschaftler Roberto Simanowski erklärt, wie wir im Umgang mit Künstlicher Intelligenz unsere Fähigkeit zum kritischen Denken bewahren können. Und die Soziologin Judith Kohlenberger plädiert für eine »Politik der Empathie« – als ein Schlüssel zur Bekämpfung autoritärer, illiberaler Tendenzen in unserer Gesellschaft.

Zur Ausgabe Probeabo