Biographie von Jörg Goldberg

Jrg Goldberg, geb. 1943 in Wittenberge, Dr. rer. pol., Wirtschaftswissenschaftler und Autor im Bereich Wirtschaftsund Entwicklungspolitik.

Im Folgenden finden Sie sämtliche »Blätter«-Beiträge von Jörg Goldberg.

Jörg Goldberg in den »Blättern«

Auf Sand gebaut: Afrikas vergebene Boom-Jahre

Afrika steht derzeit im Fokus der bundesdeutschen Migrationspolitik. Der Kontinent stelle, unterstrich Kanzlerin Angela Merkel während ihres Afrikabesuchs im vergangenen Oktober, die größte Herausforderung für die Europäische Union dar. Vielerorts gebe es ein erhebliches Bevölkerungswachstum, zugleich fehle jedoch eine ausreichende wirtschaftliche Entwicklung.

„Aufschwung XXL“: Ins Abseits exportiert

Die 2007 ausgebrochene Wirtschaftskrise – die schwerste seit Ende des Zweiten Weltkriegs – scheint im Frühjahr 2011 längst der Vergangenheit anzugehören: Die Weltwirtschaft ist nach ihrem Einbruch in den Jahren 2008 und 2009 auf den alten Wachstumspfad (plus vier Prozent) zurückgekehrt.

Der globale Süden im Sog der Krise

In der zweiten Novemberwoche machten die Weltbörsen kurzzeitig einen Freudensprung – ein seltenes Ereignis in Zeiten der Krise. Der Grund hierfür: Es war bekannt geworden, dass die chinesische Regierung ein großes Konjunkturprogramm plant. Über zwei Jahre sollen zusätzliche öffentliche Ausgaben in Höhe von 460 Mrd.

Von der Finanzmarkt- zur Rohstoffkrise

Ein Jahr nach Ausbruch der amerikanischen Hypothekenkrise, die sich zu einer weltweiten Finanzkrise ausgeweitet hat, ist eigentlich nur eines klar: Die Akteure und Experten haben den Überblick über die ökonomischen Wirkungszusammenhänge zwischen Finanz- und Realwirtschaft verloren.

Weltwirtschaft und Einkommensverteilung

Auch ein halbes Jahr nach den durch die US-amerikanische Hypothekenkrise ausgelösten Turbulenzen an den Finanzmärkten ist nicht absehbar, welche Auswirkungen diese auf die „reale“ Wirtschaft haben werden.

Doing Business mit der Weltbank

„Schock-Bericht der Weltbank – Deutschland sozialistischer als China“, so titelte die „Bild“-Zeitung. Sie kommentierte damit den „Doing-Business- Report 2007“ der Weltbank-Tochter International Financial Corporation (IFC), der seit 2003 jährlich eine Rangfolge jener Länder aufstellt, in denen private Unternehmen den geringsten Beschränkungen unterliegen.

Globaler Risikofaktor Finanzmärkte

Weniger als vier Millionen Arbeitslose, ein deutliches Wirtschaftswachstum und weiterhin zunehmende Gewinne – im Jahr 2006 haben sich die Erwartungen der Politik und der Wirtschaft hinsichtlich der ökonomischen Entwicklung in der Bundesrepublik mehr als erfüllt. Auch 2007, so die Hoffnung, könnte der Trend – trotz der beschlossenen Erhöhung der Mehrwertsteuer – anhalten.

Baustelle Entwicklungspolitik

„Entwicklungspolitik ist ein eigenständiger Bestandteil unserer gemeinsamen deutschen Außenpolitik“ – so heißt es im Koalitionsvertrag der großen Koalition. Allerdings bleibt unklar, was der „eigenständige“ Beitrag der Entwicklungs- zur Außenpolitik sein soll.

Die Multis aus dem Süden

Anhänger der Dependenztheorie wurden in der jüngeren Vergangenheit zunehmend durch Berichte aus der Welt des Big Bussiness irritiert. Die letzte Forbes-Liste der 476 internationalen Dollar-Milliardäre enthielt beispielsweise zehn Personen aus Indien, acht aus China, 21 aus Lateinamerika, von 33 Russen ganz zu schweigen.

Globaler Wachstumsfetisch

Inmitten einer weltweiten Wachstumsperiode diagnostizierte das Anfang November 2005 vorgelegte Gutachten des deutschen Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Situation: „Der Aufschwung bleibt schwach“.

Die Weltwirtschaft und ihre Zugpferde

Das Jahr 2004 war wirtschaftlich gesehen ein Jahr der Superlative - auch wenn man davon in Deutschland nicht viel gemerkt hat. Doch die meisten Regionen der Welt konnten ein außerordentlich hohes Wirtschaftswachstum verzeichnen. Die Weltbank registriert in ihrem jährlichen Ausblick "Global Economic Prospects" teilweise die höchsten Wachstumsraten seit 30 Jahren.

Globalisierung und Armut

Die moderne Wirtschaftswissenschaft schreibt statistisch darstellbaren Zusammenhängen eine große Bedeutung zu. So wird den Kritikern ungehemmter Handelsliberalisierung von neoliberaler Seite unter Bezug auf Statistiken entgegengehalten, dass sie die positiven Wirkungen der Globalisierung bewusst ignorierten.

Afrika: Wann ist Hilfe eine Hilfe?

Bis zum Jahre 2015 will die internationale Gemeinschaft die extreme Armut in den Entwicklungsländern halbieren. Diese in der Millenniumsdeklaration der Vereinten Nationen im Jahre 2000 vereinbarte Selbstverpflichtung wird seither immer wieder bekräftigt.

Wachstumsbremse AIDS

Von den 40 Millionen HIV-positiven Menschen leben derzeit etwa 28,5 Millionen in Afrika, wobei das südliche Afrika besonders betroffen ist. In den neun Ländern der Region leben rund 10 Millionen Menschen mit dem Virus.

Entschuldungsinitiative in der Sackgasse

Die auf dem G7-Gipfel in Köln 1999 beschlossene erweiterte Entschuldungsinitiative zu Gunsten von hoch verschuldeten armen Entwicklungsländern (Heavily Indebted Poor Countries – HIPC) ist nach einem vergleichsweise raschen Start im Jahre 2000 nun in Schwierigkeiten geraten. Diese sind zu einem guten Teil der Konstruktion der Initiative selbst geschuldet.

Kästchendenken in Johannesburg

"Wir, die Repräsentanten der Menschen in der Welt, erneuern unsere Verpflichtung zur nachhaltigen Entwicklung". So anspruchsvoll beginnt die feierliche Deklaration der Staatsoberhäupter zum Abschluss des UN-Gipfels für nachhaltige Entwicklung, der am 4. September in Johannesburg zu Ende ging.

Kaum Konjunkturschwalben in Sicht

Die Parole "Der Aufschwung kommt" hat in Deutschland schon manche Wahl entschieden. In den kommenden Wochen wird es einen erheblichen Einfluss auf das Klima vor der Bundestagswahl haben, ob die aktuellen Konjunkturindikatoren deutlich nach oben weisen oder die Wirtschaftslage gedrückt bleibt.

Die Kur ist die Krankheit

Die seit dem verpatzten WTO-Gipfel von Seattle wachsende soziale Bewegung der "Globalisierungsgegner oder -kritiker" - so die verbreiteten, etwas irreführenden Bezeichnungen - verdient in mehrfacher Hinsicht Beachtung.

Die Weltkonjunktur zwischen Wachstumsschwäche und Rezension

Bis Ende letzten Jahres konnte man optimistisch sein: Während in den USA ein langer Aufschwung zu Ende ging, schienen sich in Asien und in Europa die Auftriebskräfte zu verstärken. Die seit einigen Monaten spürbare Konjunkturverlangsamung in Europa und der erneute Rückfall in Japan nähren jedoch Befürchtungen, dass es auch anders kommen könnte.