Ausgabe Januar 2008

Weltwirtschaft und Einkommensverteilung

Auch ein halbes Jahr nach den durch die US-amerikanische Hypothekenkrise ausgelösten Turbulenzen an den Finanzmärkten ist nicht absehbar, welche Auswirkungen diese auf die „reale“ Wirtschaft haben werden. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Prognose für 2008 nur leicht um ein halbes Prozent nach unten korrigiert – auf ein immer noch ansehnliches weltweites Wirtschaftswachstum von 4,75 Prozent. Erwartungsgemäß fällt die Korrektur der Wachstumserwartungen vor allem für die USA mit fast einem Prozent (1,9 statt 2,8) besonders deutlich aus. Allerdings wird auch dort für 2008 nicht mit dem Ausbruch einer Rezession gerechnet. Das Wachstum schwächt sich moderat ab, vor allem in den entwickelten Industrieländern, während die Entwicklungsländer insbesondere Asiens in einem kaum verminderten Tempo expandieren.

Abgesehen von der kurzfristigen konjunkturellen Betrachtung ist der IWF auch bezüglich der längerfristigen ökonomischen Situation weiterhin außerordentlich optimistisch – historisch sei die gegenwärtige Wachstumsphase nicht nur dynamischer als in vorangegangenen Perioden, es sei auch in Zukunft damit zu rechnen, dass die Konjunkturzyklen länger und ausgeglichener sein werden als in der Vergangenheit.

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In der Januar-Ausgabe warnt der Journalist Alexander Hurst vor einem drohenden Bürgerkrieg in den USA, sollte Donald Trump eine Abwahl in einem Jahr nicht akzeptieren. Die indische Schriftstellerin Arundhati Roy zeigt, wie die Hindu-Nationalisten die innere Vielfalt Indiens bekämpfen und selbst vor kriegerischen Mitteln nicht halt machen. »Blätter«-Redakteurin Julia Schweers beleuchtet den Generationenkonflikt, der in Afrika zu einer dritten kontinentalen Protestwelle führen könnte. Der Soziologe Mathias Greffrath fordert die Abkehr vom Mantra des ständigen Wachstums, um dem »Zeitalter der Verwüstung« ein Ende zu setzen. Und »Blätter«-Mitherausgeber Micha Brumlik analysiert die antisemitische Kontinuität von der DDR bis ins heutige Ostdeutschland.

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