Ausgabe September 1998

Von der Angebots- zur Nachfrageförderung

Die Medien- und Kommunikationspolitik in und nach der Ära Kohl

Nach heftigen parteipolitischen Auseinandersetzungen in den 70er und 80er Jahren über die damals so genannten Neuen Medien scheinen in den letzten Jahren die Gemeinsamkeiten zuzunehmen. Auf der Ebene der Bundesländer unterscheidet sich die Medienpolitik von Nordrhein-Westfalen und Bayern nicht gravierend. Und auf der Bundesebene wurde nicht nur die Postreform gemeinsam durchgezogen. In dem kürzlich verabschiedeten Schlußbericht der Enquete-Kommission "Zukunft der Medien in Wirtschaft und Gesellschaft. Deutschlands Weg in die Informationsgesellschaft" wurde eine ganze Reihe von Punkten gemeinsam von den Regierungsfraktionen und der SPD verabschiedet. Die größte Gemeinsamkeit liegt in dem Optimismus in bezug auf die positiven wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen einer verstärkten Förderung der neuen Informationsund Kommunikationstechniken, insbesondere Multimedia und Internet. Unterschiede bestehen noch bei der Gewichtung einzelner Erfolgsfaktoren und einzelner Maßnahmen. Diese Differenzen dürften jedoch an Einfluß gewinnen, wenn sich die optimistischen Erwartungen wieder einmal nicht erfüllen. Schließlich handelt es sich nach den ersten Versuchen in den 70er und 80er Jahren bereits um Deutschlands dritten Anlauf in die Informationsgesellschaft.

September 1998

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