Ausgabe August 2015

Gegen den Klimadefätismus: Auf nach Paris!

Der UN-Klimagipfel in Paris rückt immer näher. In der Mai-Ausgabe der »Blätter« warnte der Klima-Aktivist Tadzio Müller davor, diesen »mit Erwartungen zu überfrachten«. Für die Lösung der Klimakrise seien andere Orte und Ereignisse wichtiger. Dem widerspricht entschieden der Klimawissenschaftler Carl-Friedrich Schleußner.

Aus gutem Grund steht der Klimaschutz derzeit wieder ganz oben auf der Agenda global agierender Foren, seien es die G7, die römische Kurie oder die Vereinten Nationen. Denn Ende des Jahres wird auf der Klimakonferenz in Paris ein erneuter Anlauf für ein globales Klimaabkommen unternommen – und erstmals erscheint ein solches mit der Beteiligung aller Staaten in Reichweite.

Insbesondere die USA sind in Bewegung: Im September vergangenen Jahres demonstrierten mehrere Hunderttausend Menschen in New York beim People‘s Climate March für mehr Klimaschutz; kurze Zeit später verkündeten die Vereinigten Staaten und China, die beiden größten Emittenten von Treibhausgasen, gemeinsam Reduktionsziele, und am 30. Juni diesen Jahres folgte eine vielversprechende bilaterale Erklärung mit Brasilien.

In den „Blättern“ 5/2015 warnte Tadzio Müller davor, die Bedeutung der Pariser Konferenz im Dezember „grandios“ zu überhöhen.

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In der Februar-Ausgabe analysiert Ferdinand Muggenthaler die Folgen des US-Militärschlags in Venezuela für Lateinamerika – und erläutert, an welche Grenzen Trumps imperiale Ambitionen auf dem Subkontinent stoßen könnten. Nach vier Jahren russischer Vollinvasion und einem Jahr Trump ist die Ukraine zu einem zentralen Schauplatz im Ringen um eine imperiale globale Ordnung avanciert, argumentiert Steffen Vogel. Ulrich Menzel beschreibt die Konturen des heranbrechenden neuen imperialistischen Zeitalters, in dem das »Trio infernale« – USA, Russland und China – miteinander um die globale Vorherrschaft ringt. Seyla Benhabib beleuchtet unter Rückgriff auf das Denken Hannah Arendts die dramatischen Herausforderungen der Demokratie im planetarischen Zeitalter. Sonja Peteranderl zeigt auf, wie sich deutsche Behörden aus ihrer Abhängigkeit von Trump-hörigen Tech-Konzernen lösen können. Dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk hierzulande nicht nur innenpolitisch unter Druck steht, sondern auch ausländische Regierungen politisch Einfluss auszuüben versuchen, zeigt Wolfgang Kraushaar am Beispiel der Kontroverse um die ARD-Israel-Korrespondentin Sophie von der Tann. Und Georg Diez plädiert angesichts der wachsenden Stimmenanteile der AfD für die Abkehr von Parteidisziplin und den Umbau der Demokratie hin zu einer zielorientierten Zwei-Drittel-Republik.

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