Wie Rot-Rot-Grün in Berlin möglich werden könnte
Bild: Berlin könnte einer rot-rot-grünen Regierung ins Amt verhelfen. Symbolbild: IMAGO / Sabine Gudath
Bei den Landtagswahlen 2026 droht in vielen Bundesländern eine weitere Rechtsverschiebung. In Berlin könnten dagegen Linke, Grüne und SPD eine Regierungsmehrheit erreichen. Was braucht es, um diese Koalition zustande zu bringen? Könnte ein solches Bündnis gar auf die politische Stimmung in der ganzen Republik ausstrahlen? Eine Bestandsaufnahme aus dem Vorwahlkampf in der Hauptstadt.
Der Ausblick auf das Wahljahr 2026 verheißt wenig Gutes: In Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern könnte erstmals die AfD die Ministerpräsidenten stellen, in Baden-Württemberg verlieren die Grünen nach derzeitigen Prognosen ihren einzigen Ministerpräsidenten, und in Rheinland-Pfalz wird die SPD höchstwahrscheinlich eine weitere langjährige Hochburg an die CDU abtreten. Ganz Deutschland wird vom Rechtsrutsch erfasst. Ganz Deutschland? Nein, das von widerspenstigen Linken bewohnte Berlin könnte Widerstand leisten und einer rot-rot-grünen – auch R2G genannten – Regierung ins Amt verhelfen. Dieses Signal wäre auch über die Grenzen der Hauptstadt hinaus wichtig. Denn eine solche Koalition würde einen linken Gegenpol im Kampf um die Zukunft schaffen.
In Umfragen erreicht R2G derzeit eine knappe Mehrheit.