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Die Barbaren sind immer die Anderen

von Oliver Eberl

Als am 24. März der Airbus 4U9525 der Lufthansa-Tochter Germanwings in Südfrankreich absichtlich zum Absturz gebracht wurde, war danach in den Medien umgehend reißerisch vom „größten Massenmörder in der deutschen Geschichte des 21. Jahrhunderts“ die Rede. Welcher Begriff bei der Beschreibung der Tat, trotz der 149 unschuldigen Opfer, allerdings nie fiel, war das Wort „barbarisch“. Ganz anders stellte sich die Lage nach den jüngsten Attentaten in Paris dar, die umgehend als barbarisch bezeichnet wurden. Ganz offensichtlich ist uns der depressive Copilot aus der Eifel wesentlich näher als die islamistischen Mörder der Karikaturisten von „Charlie Hebdo“.

(aus: »Blätter« 7/2015, Seite 60-68)
Themen: Kultur, Geschichte und Krieg und Frieden

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