Nicaragua: Der Revolutionär als Autokrat | Blätter für deutsche und internationale Politik

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Nicaragua: Der Revolutionär als Autokrat

von Toni Keppeler

Für Daniel Ortega ist es zweifellos ein Tiefpunkt seiner politischen Karriere: Bald vier Monate dauern die Proteste gegen den Präsidenten Nicaraguas inzwischen an. Mehr als 300 Menschen sind getötet worden, die allermeisten von Sicherheitskräften oder Paramilitärs, die der Regierung nahestehen. Die Bilder von Wällen aus Pflastersteinen, dahinter vermummte junge Männer mit selbst gebastelten Waffen, erinnern fatal an die Zeit des einst von Ortega selbst angeführten sandinistischen Aufstands von 1978 und 1979. Und für einen Moment sah es tatsächlich so aus, als könnten die Massendemonstrationen, auf denen sein Rücktritt gefordert wird, dem Präsidenten gefährlich werden.

(aus: »Blätter« 9/2018, Seite 25-28)
Themen: Lateinamerika, Demokratie und Soziale Bewegungen

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