Erzwungenes Schweigen: Wie Männer Frauen mundtot machen | Blätter für deutsche und internationale Politik

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Erzwungenes Schweigen: Wie Männer Frauen mundtot machen

luna4 / photocase.de Foto: luna4 / photocase.de

von Kate Manne

Frauen, die stranguliert werden, kooperieren nur selten mit der Polizei. Eine nicht tödliche Strangulation ist durchaus gefährlich, da sie noch Stunden, Tage und sogar Wochen später aufgrund von Komplikationen durch den Sauerstoffmangel im Gehirn zum Tod führen kann.[1] Außerdem führt sie zu Verletzungen der Kehle, die nicht unbedingt Spuren hinterlassen. Wenn man nicht weiß, wie man die Kehle eines Opfers untersuchen muss, worauf man in ihren Augen achten sollte (punktförmige Einblutungen, sogenannte Petechien) und welche Fragen zu stellen sind, kann es so scheinen, als sei kein Schaden entstanden. Häufig wird die Angelegenheit nicht weiterverfolgt.

(aus: »Blätter« 3/2019, Seite 76-83)
Themen: Feminismus, Ethik und Recht

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