In der Umweltinformation in den "Blättern" 3/1993 wurde ein Überblick über Möglichkeiten und Probleme verschiedener Verfahren wie Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) und Produktlinienanalyse (PLA) vorgestellt 1). Bei aller Unterschiedlichkeit hinsichtlich der Zielsetzung und der Methode haben diese Verfahren einen gemeinsamen Hintergrund. Sie wurden entwickelt, um ein Instrumentarium zu schaffen, das negative und auch positive Effekte von wirtschaftlichen Aktivitäten im Umweltbereich erfassen und sichtbar machen kann - Effekte, die durch die Bewertung am Markt, die sich in den Preisen von Produkten und Dienstleistungen äußert, nicht berücksichtigt werden. Sie dienen somit als Korrektur oder Erweiterung der volks- und betriebswirtschaftlichen Rechnungslegung. Die Durchführung dieser Bewertungsverfahren erfordert jedoch in der Regel für jedes einzelne Produkt, jedes Produktions- oder Bauvorhaben einen verhältnismäßig hohen Aufwand. Es muß - etwa bei dem Vergleich von Produkten - eine große Menge von Informationen zu den verschiedensten Aspekten der Rohstoffgewinnung, der Herstellung, des Transports und der Vermarktung, der "Nebenwirkungen " beim Konsum und schließlich der Wiederverwertung oder Beseitigung der Produkte gesammelt werden.
In der Januar-Ausgabe skizziert der Journalist David Brooks, wie die so dringend nötige Massenbewegung gegen den Trumpismus entstehen könnte. Der Politikwissenschaftler Philipp Lepenies erörtert, ob die Demokratie in den USA in ihrem 250. Jubiläumsjahr noch gesichert ist – und wie sie in Deutschland geschützt werden kann. Der Politikwissenschaftler Sven Altenburger beleuchtet die aktuelle Debatte um die Wehrpflicht – und deren bürgerlich-demokratische Grundlagen. Der Sinologe Lucas Brang analysiert Pekings neue Friedensdiplomatie und erörtert, welche Antwort Europa darauf finden sollte. Die Journalistinnen Susanne Götze und Annika Joeres erläutern, warum die Abhängigkeit von Öl und Gas Europas Sicherheit gefährdet und wie wir ihr entkommen. Der Medienwissenschaftler Roberto Simanowski erklärt, wie wir im Umgang mit Künstlicher Intelligenz unsere Fähigkeit zum kritischen Denken bewahren können. Und die Soziologin Judith Kohlenberger plädiert für eine »Politik der Empathie« – als ein Schlüssel zur Bekämpfung autoritärer, illiberaler Tendenzen in unserer Gesellschaft.