Ausgabe Juni 1993

Die Besteuerung von Energie und Kraftfahrzeugen

In den letzten Jahren hat eine umweltpolitische Forderung immer mehr Anhänger gewonnen: das Steuersystem nach ökologischen Kriterien umzustrukturieren.

Aber der Konsens ist in der Regel zu Ende, wenn es darum geht, dieses Vorhaben zu präzisieren. Umstritten ist, wie tief der Umbau in das Steuersystem eingreifen soll: Vorschläge reichen von einer geringfügigen Verteuerung lediglich von Mineralölprodukten bis hin zur umfassenden Reform der Bemessungsgrundlagen, die auch die Lohn-, Einkommens- und Kapitalertragssteuern miteinbeziehen würde. Umstritten ist, ob eine Ökologisierung von Steuern aufkommensneutral sein muß oder ob der Staat sich auf diese Weise notwendige zusätzliche Finanzquellen erschließen soll. Umstritten ist schließlich auch, in welchem Ausmaß ökologisch schädliche Produkte und/oder Verhaltensweisen verteuert werden müssen, damit die Reformen etwas bewirken, ab wann diese Reformen gelten und wie weit in die Zukunft die Steuertarife bindend festgelegt werden sollen, um Produzenten und Konsumenten zu ermöglichen, sich auf die veränderten Rahmenbedingungen einzustellen. Die folgenden Ausführungen beantworten diese Fragen nicht, sondern zeigen in einer Bestandsaufnahme, wie unterschiedlich das System von Steuern und Abgaben auf Energie in verschiedenen Ländern zur Zeit organisiert ist 1).

Juni 1993

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In der März-Ausgabe spannt sich der Bogen von der Antike bis zur Gegenwartskrise: Markus Linden zeigt, wie die Neue Rechte Platon und Cicero für ihre antiliberale Propaganda vereinnahmt. Maike Albath beleuchtet, wie Giorgia Meloni der italienischen Rechten ein vermeintlich harmloses, mütterliches Image verleiht. Antje Schrupp bilanziert die Politik der Gleichstellung und fragt, wie weibliche Freiheit in einem postpatriarchalen Zeitalter neu gedacht werden kann. Zum Holocaust-Gedenktag fordert die Auschwitz-Überlebende Tova Friedman in einem eindringlichen Appell entschlossenes Handeln gegen den wieder aufblühenden Antisemitismus. Eva Illouz diskutiert mit Dieter Thomä, wie im Schatten des Gazakrieges die Voraussetzungen für eine friedliche Zukunft in Nahost geschaffen werden könnten. Wolfgang Zellner analysiert, wie Europa angesichts des drohenden Zerfalls der Nato seine Souveränität bewahren kann. Robert Misik plädiert für einen radikalen Linksliberalismus als Antwort auf den rechten Autoritarismus. Und während Jochen Ahlswede 15 Jahre nach Fukushima vor einer Entmachtung der Atomsicherheitsbehörden warnt, fragt Frank Adloff, wie sich eine ökologische Zukunft trotz multipler Krisen offenhalten lässt.

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