Die Empfangshalle der Library of Congress fügt sich mit Deutschen - Diplomaten, Offizieren, hochrangigen Besuchern aus Bonn und Berlin. Die deutsche Elite Washingtons begrüßt sich herzlich mit Händeschütteln und Glückwünschen. Hier der Generalinspekteur der Bundeswehr, dort Kanzler Kohls Berater für jüdische Angelegenheiten. Der politische Berater des Kanzlers arbeitet sich durch die Halle. Der deutsche Botschafter platzt vor Stolz. Nach monatelangen Bemühungen hat Deutschland endlich seine eigene Ausstellung über den deutschen Widerstand gegen die Nazis nach Washington gebracht. Die Ausstellung, die am 14. Juli 1994 eröffnet wurde, wurde von der Bonner Regierung in Auftrag gegeben und finanziert. Sie trägt sogar den Genehmigungsstempel der Bibliothek, einer amerikanischen Bundeseinrichtung. Die Deutschen könnten nicht zufriedener sein.
Das Jahr 1976 entpuppte sich als Krisenjahr für die DDR-Regierung, von dem sie sich nicht mehr erholen sollte. Schon vor der Ausbürgerung Wolf Biermanns sorgte der Feuertod des Pfarrers Oskar Brüsewitz für Unruhe.