Die Empfangshalle der Library of Congress fügt sich mit Deutschen - Diplomaten, Offizieren, hochrangigen Besuchern aus Bonn und Berlin. Die deutsche Elite Washingtons begrüßt sich herzlich mit Händeschütteln und Glückwünschen. Hier der Generalinspekteur der Bundeswehr, dort Kanzler Kohls Berater für jüdische Angelegenheiten. Der politische Berater des Kanzlers arbeitet sich durch die Halle. Der deutsche Botschafter platzt vor Stolz. Nach monatelangen Bemühungen hat Deutschland endlich seine eigene Ausstellung über den deutschen Widerstand gegen die Nazis nach Washington gebracht. Die Ausstellung, die am 14. Juli 1994 eröffnet wurde, wurde von der Bonner Regierung in Auftrag gegeben und finanziert. Sie trägt sogar den Genehmigungsstempel der Bibliothek, einer amerikanischen Bundeseinrichtung. Die Deutschen könnten nicht zufriedener sein.
Kaum ein Konflikt ist hierzulande so stark mit Emotionen verbunden wie jener im Nahen Osten. An Palästina scheiden sich die Geister und erhitzen sich die Gemüter.