Ausgabe Januar 1995

Anthropogene Klimaveränderungen.

Übersicht zum aktuellen Kenntnisstand

Anthropogene Klimaänderungen gehören zu den größten Bedrohungen der Menschheit. Zu den Hauptursachen zählen der verschwenderische und zu schnelle Verbrauch fossiler Brennstoffe, die Zerstörung der tropischen und außertropischen Wälder und Böden und die Nutzung industriell hergestellter Gase wie FCKW und Halone vor allem in den Industrieländern sowie die durch Armut und ungebremstes Bevölkerungswachstum ausgelöste Überbeanspruchung der natürlichen Ressourcen vor allem in den Entwicklungsländern. Die bisherige Lebensweise der Menschheit stellt das UNCED-Ziel von Rio de Janeiro einer ökologischen Zukunftsfähigkeit als maßgebliches Kriterium für Entwicklungen in Wirtschaft und Gesellschaft in Frage. Statt der bisherigen Nachsorge und Schadensbeseitigung ist eine Politik der Vorsorge mit effizienter und erneuerbarer Energienutzung, mit geschlossenen Stoffkreisläufen sowie der Vermeidung von Verkehr und Abfällen erforderlich. Der hohe Ressourcenund Umweltverbrauch der Industrieländer ist nicht verallgemeinerbar und sollte somit nicht von den Entwicklungsländern nachgeahmt werden. Die Bedürfnisse und Wünsche einer weiter stark anwachsenden Weltbevölkerung können nicht mehr befriedigt werden. Das Konsum- und das Reproduktionsverhalten muß sich von Grund auf ändern, wenn die Menschheit auf der Erde überleben will.

Januar 1995

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In der Februar-Ausgabe analysiert Ferdinand Muggenthaler die Folgen des US-Militärschlags in Venezuela für Lateinamerika – und erläutert, an welche Grenzen Trumps imperiale Ambitionen auf dem Subkontinent stoßen könnten. Nach vier Jahren russischer Vollinvasion und einem Jahr Trump ist die Ukraine zu einem zentralen Schauplatz im Ringen um eine imperiale globale Ordnung avanciert, argumentiert Steffen Vogel. Ulrich Menzel beschreibt die Konturen des heranbrechenden neuen imperialistischen Zeitalters, in dem das »Trio infernale« – USA, Russland und China – miteinander um die globale Vorherrschaft ringt. Seyla Benhabib beleuchtet unter Rückgriff auf das Denken Hannah Arendts die dramatischen Herausforderungen der Demokratie im planetarischen Zeitalter. Sonja Peteranderl zeigt auf, wie sich deutsche Behörden aus ihrer Abhängigkeit von Trump-hörigen Tech-Konzernen lösen können. Dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk hierzulande nicht nur innenpolitisch unter Druck steht, sondern auch ausländische Regierungen politisch Einfluss auszuüben versuchen, zeigt Wolfgang Kraushaar am Beispiel der Kontroverse um die ARD-Israel-Korrespondentin Sophie von der Tann. Und Georg Diez plädiert angesichts der wachsenden Stimmenanteile der AfD für die Abkehr von Parteidisziplin und den Umbau der Demokratie hin zu einer zielorientierten Zwei-Drittel-Republik.

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