Ausgabe Oktober 1997

Die unmögliche Hochschulreform: Management im Blindflug?

Management im Blindflug?

Der Ende August erzielte Kompromiß zwischen Bund und Ländern über die Reform des Hochschulrahmengesetzes (HRG) löste heftige Kontroversen aus. Das Meinungsspektrum ist dabei breit gefächert: Die einen sehen die wissenschaftliche Freiheit deutscher Universitäten auf dem Altar ökonomischer Rationalisierung geopfert, manche halten das "Einigungspapier" für Flickwerk und in der Sache nicht weit genug gehend, andere bemängeln. daß dringend notwendige Reformen in der universitären Personalstruktur oder der Ausbildungsforderung und -finanzierung ausgeklammert wurden. Die "Blätter" laden zum Meinungsaustausch ein. Im folgenden drucken wir die ersten drei Stellungnahmen ab. - D. Red.

 

Kernpunkte des jetzt zwischen SPD- und CDU/CSU-Hochschulpolitikern ausgehandelten Kompromisses für eine Hochschulrahmengesetz-Novellierung sind - die sogenannte leistungsorientierte Hochschulfinanzierung über flexibilisierte und z.T.

Oktober 1997

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In der April-Ausgabe erinnert Hauke Brunkhorst an den großen Sozialphilosophen und langjährigen »Blätter«-Mitherausgeber Jürgen Habermas, der am 14. März 2026 gestorben ist. Im Mittelpunkt seines Lebenswerks stand die Verteidigung der Demokratie. Diese, und mit ihr die Idee eines freien Westens, wird derzeit besonders von einer Figur herausgefordert: Donald Trump. Den unkalkulierbaren Folgen des Irankriegs für die Region wie für die internationale Ordnung widmen sich Dalia Dassa Kaye sowie Nicole Deitelhoff. Robert Kagan wiederum skizziert die absehbaren kriegerischen Folgen einer durch Trump zerstörten amerikanischen Ordnung – und deren hohe Kosten für die USA selbst. Was uns Thukydides heute über den drohenden Zusammenbruch der liberalen Welt lehren kann, fragen Carlotta Voss und Daniel-Pascal Zorn. Und Nick Reimer sowie Olga Bubich erinnern an die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vor vierzig Jahren und ihre Gegenwart im Schatten des Ukrainekrieges.

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