Ausgabe August 2002

Keine Ermittlungen oder Strafverfolgungen

Resolution 1422 des UN-Sicherheitsrats vom 12. Juli 2002 (Wortlaut)

Am 1. Juli trat, nachdem die 60. Ratifikationsurkunde vorlag, das Statut des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH/ICC) in Kraft. Die Vereinigten Staaten, die den Vertrag nicht ratifiziert haben, verliehen ihrer Forderung nach unbeschränkter Immunität für ihre Soldaten bei weltweiten Einsätzen Ausdruck, indem sie androhten, eine Verlängerung der UN-Friedensmission in Bosnien-Herzegowina zu verhindern. In seiner Entscheidung vom 12. Juli 2002 gewährt der Sicherheitsrat UN-Soldaten aus jenen Ländern, die nicht Vertragspartei des Römischen Statuts sind, Immunität vor dem neu geschaffenen Tribunal - zunächst begrenzt auf ein Jahr. - D. Red.

Der Sicherheitsrat, davon Kenntnis nehmend, dass das am 17. Juli 1998 in Rom verabschiedete Statut des Internationalen Strafgerichtshofs (das Römische Statut) am 1.

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Aktuelle Ausgabe Februar 2026

In der Februar-Ausgabe analysiert Ferdinand Muggenthaler die Folgen des US-Militärschlags in Venezuela für Lateinamerika – und erläutert, an welche Grenzen Trumps imperiale Ambitionen auf dem Subkontinent stoßen könnten. Nach vier Jahren russischer Vollinvasion und einem Jahr Trump ist die Ukraine zu einem zentralen Schauplatz im Ringen um eine imperiale globale Ordnung avanciert, argumentiert Steffen Vogel. Ulrich Menzel beschreibt die Konturen des heranbrechenden neuen imperialistischen Zeitalters, in dem das »Trio infernale« – USA, Russland und China – miteinander um die globale Vorherrschaft ringt. Seyla Benhabib beleuchtet unter Rückgriff auf das Denken Hannah Arendts die dramatischen Herausforderungen der Demokratie im planetarischen Zeitalter. Sonja Peteranderl zeigt auf, wie sich deutsche Behörden aus ihrer Abhängigkeit von Trump-hörigen Tech-Konzernen lösen können. Dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk hierzulande nicht nur innenpolitisch unter Druck steht, sondern auch ausländische Regierungen politisch Einfluss auszuüben versuchen, zeigt Wolfgang Kraushaar am Beispiel der Kontroverse um die ARD-Israel-Korrespondentin Sophie von der Tann. Und Georg Diez plädiert angesichts der wachsenden Stimmenanteile der AfD für die Abkehr von Parteidisziplin und den Umbau der Demokratie hin zu einer zielorientierten Zwei-Drittel-Republik.

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