Ausgabe Februar 2005

Utopie des Bürgergeldes

Der lange Kampf um das Recht auf Lebensunterhalt

Ob Grundeinkommen, Bürgergeld oder "gesicherte Grundausstattung für jedermann" 1 - der Gedanke einer kollektiven Absicherung der individuellen menschlichen Existenz tritt gegenwärtig wieder vernehmlicher ins öffentliche Bewusstsein. 2 Dabei ist das "Recht auf Lebensunterhalt" keineswegs ein Produkt des Augenblicks; seine Vorgeschichte reicht bis ins späte achtzehnte Jahrhundert zurück.

Ob Grundeinkommen, Bürgergeld oder "gesicherte Grundausstattung für jedermann" 1 - der Gedanke einer kollektiven Absicherung der individuellen menschlichen Existenz tritt gegenwärtig wieder vernehmlicher ins öffentliche Bewusstsein. 2 Dabei ist das "Recht auf Lebensunterhalt" keineswegs ein Produkt des Augenblicks; seine Vorgeschichte reicht bis ins späte achtzehnte Jahrhundert zurück. Sie spielte sich allerdings, von einer Ausnahme abgesehen, weitgehend auf der "theoretischen" Bühne ab, in Form von Dekreten, Verkündigungen, von Versprechen, die schnell gegeben und noch schneller gebrochen wurden.

Die Ausnahme datiert auf das Jahr 1795 und ging als Speenhamland-Act in die Annalen ein.

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