Biographie von Wolfgang Engler

Wolfgang Engler, geb. 1952 in Dresden, Dr. sc. phil., Professor für Kultursoziologie und ästhetik, langjähriger Rektor der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin.

Im Folgenden finden Sie sämtliche »Blätter«-Beiträge von Wolfgang Engler.

Wolfgang Engler in den »Blättern«

Aufrichtig lügen

Aufrichtigkeit – natürlich war das Thema für die Gesellschaft, in der ich vor 1989 lebte, relevant. In einer Gesellschaft wie der ostdeutschen, die ein umfängliches Spitzelunwesen ertragen musste, zählte aufrichtiges Sprechen und Handeln zu den Kardinaltugenden des anständigen Bürgers.

Arbeit als Option

* Der Text basiert auf dem Buch des Autors „Unerhörte Freiheit. Arbeit und Bildung in Zukunft“, das 2007 im Aufbau-Verlag erschien. Aus rechtlichen Gründen können Sie ihn lediglich in der Printausgabe lesen. Wenn Sie diesen Text lesen wollen, bestellen Sie bitte die „Blätter“ 9/2007.

Utopie des Bürgergeldes

Ob Grundeinkommen, Bürgergeld oder "gesicherte Grundausstattung für jedermann" 1 - der Gedanke einer kollektiven Absicherung der individuellen menschlichen Existenz tritt gegenwärtig wieder vernehmlicher ins öffentliche Bewusstsein.

Die soziale Frage des 21. Jahrhunderts

Die Arbeitsgesellschaft durchläuft eine neuerliche, dramatische Umbruchphase. Der frühe Kapitalismus proletarisierte die Arbeiterschaft, die Lohnarbeitsgesellschaft hob diese Proletarisierung weithin auf. Nun ist sie ihrerseits im Niedergang begriffen; was wir zur Zeit erleben, ist die Krise der "bürgerlichen" Lohnarbeit.

Friede den Landschaften!

"Abriss-Hochhaus Albert-Einstein-Straße 1-5. Dieses Projekt wird aus Mitteln des Freistaates Sachsen und der Bundesanstalt für Arbeit gefördert. Entwurfsverfasser..." Das Schild steht vor einer der großen, jetzt leer gezogenen Wohnscheiben mitten in der Neustadt von Hoyerswerda, gleich neben der Lausitzhalle.

Der Wessi

1. In den Abendstunden des 10. November 1989 schoben sich noch immer Zehntausende ausgelassener Menschen über den Westberliner Kurfürstendamm. Seit der unerwarteten Grenzöffnung, die die Abschottung der DDR und bald darauf diese selbst beendete, waren gerade vierundzwanzig Stunden vergangen; genug, um bei den sich überstürzenden Ereignissen außer Atem zu geraten.