Ausgabe Oktober 2006

Nach dem Libanonkrieg ist vor dem Irankrieg?

„Hört auf, Euch mit Eurem Spiegel zu unterhalten.“ (Zbigniew Brzezinski über die US-Außenpolitik unter George W. Bush) Der am 11. August 2006 unter großen Anstrengungen Kofi Annans und unter Beteiligung der USA und Frankreichs zustande gekommene Waffenstillstand zwischen Israel und Libanon dürfte der Region nur vorübergehend Ruhe bringen.

„Hört auf, Euch mit Eurem Spiegel zu unterhalten.“ (Zbigniew Brzezinski über die US-Außenpolitik unter George W. Bush)

Der am 11. August 2006 unter großen Anstrengungen Kofi Annans und unter Beteiligung der USA und Frankreichs zustande gekommene Waffenstillstand zwischen Israel und Libanon dürfte der Region nur vorübergehend Ruhe bringen. Die beteiligten Akteure können ein Wiederaufflammen der Kämpfe nur dann verhindern, wenn sie eine nachhaltige Deeskalationsund Verhandlungspolitik betreiben. Viel wird dabei von der US-amerikanischen Außenpolitik abhängen – von der bis heute jedoch wenig zu sehen ist. Sollten die Verhandlungen erfolglos enden, bräche dieser sinnlose Krieg mit hoher Wahrscheinlichkeit erneut aus.

Der gegenwärtige Schwebezustand liegt nicht zuletzt darin begründet, dass keine der beiden Kriegsparteien die gesteckten Ziele erreichen konnte.

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