Netanjahu: Begnadigt in den Wahlkampf?
Von einem »juristischen Erdbeben« sprach die Zeitung »Yedioth Achronot«. Auslöser war ein 111-seitiges Schreiben, das am 30. November bei Staatspräsident Izchak Herzog einging.
Ignaz Szlacheta, geb. 2000 in Nürnberg, studiert Friedensforschung und Internationale Beziehungen an der Universität Tübingen. Er schreibt als freier Autor über Israel unter anderem für »zenith«.
Im Folgenden finden Sie sämtliche »Blätter«-Beiträge von Ignaz Szlacheta.
Von einem »juristischen Erdbeben« sprach die Zeitung »Yedioth Achronot«. Auslöser war ein 111-seitiges Schreiben, das am 30. November bei Staatspräsident Izchak Herzog einging.
Erst als am 13. Oktober morgens die 20 noch lebenden Geiseln freigelassen worden waren und kurz darauf auch knapp 2000 palästinensische Häftlinge aus israelischen Gefängnissen freikamen, wich die Anspannung. Vorher beschrieb der katarische Nachrichtensender Al-Araby die Stimmung im Gazastreifen als einen „Zustand des Wartens und der Wachsamkeit, begleitet von großer Zuversicht“.
„Schalom, auf Wiedersehen Gaza, wir trennen uns. Ich werde am Strand sitzen und die Uniform vergessen.“ Diese Zeilen sang Yishai Levi während eines Auftritts in einer bekannten israelischen Politiksendung im Jahr 1993.
„Zehn Tage der Heiligkeit“ rief der israelische Staatspräsident Jitzchak Herzog zu Beginn des Holocaustgedenktags am Abend des 23. April aus. Jene zehn Tage sollten im Zeichen der „nationalen Verantwortung“ und der Einheit stehen.