Ausgabe Oktober 2007

Meseberger Klimazauber

Am 23. August 2007 hat das Bundeskabinett auf seiner Klausurtagung im brandenburgischen Meseberg „Eckpunkte für ein integriertes Energieund Klimaprogramm“ verabschiedet.1 Diese „Eckpunkte“ sind Teil der von der Bundesregierung in Brüssel und Heiligendamm angekündigten „Operationalisierung“ des deutschen Klimaschutzes.

Am 23. August 2007 hat das Bundeskabinett

 

auf seiner Klausurtagung im brandenburgischen Meseberg „Eckpunkte für ein integriertes Energieund Klimaprogramm“ verabschiedet.1 Diese „Eckpunkte“ sind Teil der von der Bundesregierung in Brüssel und Heiligendamm angekündigten „Operationalisierung“ des deutschen Klimaschutzes. Die Messlatte dafür liegt hoch: Der internationalen Verantwortung entsprechend hatte die Bundesregierung im Frühjahr festgelegt, eine Reduzierung der Treibhausgasemissionen um 40 Prozent bis 2020 gegenüber 1990 zu erreichen. Dieses Ziel entspricht den Forderungen der „Klimaallianz“, einem Bündnis aus 70 umwelt-, entwicklungspolitischen und kirchlichen Organisationen. 2

 

Dennoch ist Deutschland keineswegs „Klimaschutz-Musterland“, wie die folgenden Daten belegen: Von 1990 bis 2006 konnte die Bundesrepublik ihren Treibhausgasausstoß zwar um 18 Prozent reduzieren.

Sie haben etwa 12% des Textes gelesen. Um die verbleibenden 88% zu lesen, haben Sie die folgenden Möglichkeiten:

Artikel kaufen (1€)
Digitalausgabe kaufen (10€)
Anmelden

Aktuelle Ausgabe Februar 2026

In der Februar-Ausgabe analysiert Ferdinand Muggenthaler die Folgen des US-Militärschlags in Venezuela für Lateinamerika – und erläutert, an welche Grenzen Trumps imperiale Ambitionen auf dem Subkontinent stoßen könnten. Nach vier Jahren russischer Vollinvasion und einem Jahr Trump ist die Ukraine zu einem zentralen Schauplatz im Ringen um eine imperiale globale Ordnung avanciert, argumentiert Steffen Vogel. Ulrich Menzel beschreibt die Konturen des heranbrechenden neuen imperialistischen Zeitalters, in dem das »Trio infernale« – USA, Russland und China – miteinander um die globale Vorherrschaft ringt. Seyla Benhabib beleuchtet unter Rückgriff auf das Denken Hannah Arendts die dramatischen Herausforderungen der Demokratie im planetarischen Zeitalter. Sonja Peteranderl zeigt auf, wie sich deutsche Behörden aus ihrer Abhängigkeit von Trump-hörigen Tech-Konzernen lösen können. Dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk hierzulande nicht nur innenpolitisch unter Druck steht, sondern auch ausländische Regierungen politisch Einfluss auszuüben versuchen, zeigt Wolfgang Kraushaar am Beispiel der Kontroverse um die ARD-Israel-Korrespondentin Sophie von der Tann. Und Georg Diez plädiert angesichts der wachsenden Stimmenanteile der AfD für die Abkehr von Parteidisziplin und den Umbau der Demokratie hin zu einer zielorientierten Zwei-Drittel-Republik.

Zur Ausgabe Probeabo

Weitere Artikel zum Thema Ökologie

Hochseeschutz: Hoffnung für das Lebenselixier des Planeten?

von Julia Lauter

Weit draußen vor unseren Küsten liegt eine weitgehend ignorierte Weltregion, an der das Überleben der Menschheit hängt: die Hohe See. Sie bedeckt zwei Drittel der Erdoberfläche, in ihr leben rund 80 Prozent aller Tierarten, sie reguliert das globale Klima und bindet ein Drittel des vom Menschen verursachten CO2.