Ausgabe Februar 2008

Klima, Ressourcen und Krieg

„Krieg um Öl oder Frieden durch die Sonne“ – der Titel eines neuen Buches von Franz Alt gibt eine sehr verbreitete Stimmung nicht nur in Deutschland wieder.1 Tatsächlich hat die Geographie der heutigen bewaffneten Konflikte eine auffallende Ähnlichkeit mit der Geographie der Öl- und Gasförderung.

„Krieg um Öl oder Frieden durch die Sonne“ – der Titel eines neuen Buches von Franz Alt gibt eine sehr verbreitete Stimmung nicht nur in Deutschland wieder.1 Tatsächlich hat die Geographie der heutigen bewaffneten Konflikte eine auffallende Ähnlichkeit mit der Geographie der Öl- und Gasförderung.

Zu den Grundprämissen, auf denen die Annahme eines unmittelbaren Zusammenhangs von Krieg und Ölknappheit basiert, gehört die „Peak-Oil- Theorie“.2 Ihr zufolge wird der Höhepunkt der Ölförderung in Bälde erreicht, das heißt die weltweite Ölförderung wird ab ca. 2015 rückläufig sein. Die Vorräte schwinden bei wachsender Nachfrage, und das, so die These, beschwört neue Verteilungskonflikte sowie drastisch steigende Ölpreise herauf. Kurz: Öl ist so begehrt, dass man es militärisch sichern möchte.

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Aktuelle Ausgabe Juni 2020

In der Juni-Ausgabe analysiert die Journalistin Kate Aronoff, wie sich Corona-Pandemie, Verschuldung und Klimawandel im globalen Süden zu einer dreifachen Krise verschränken. Die Ökonomen Emmanuel Saez und Gabriel Zucman zeigen, wie die einst progressive Steuerpolitik der USA durch eine systematische Bevorzugung der Reichen abgelöst wurde. Der Agrarwissenschaftler Knut Ehlers und der Präsident des Umweltbundesamtes, Dirk Messner, plädieren für eine radikale Transformation der Landwirtschaft hin zu mehr Nachhaltigkeit. Und »Blätter«-Redakteur Steffen Vogel ergründet den Zusammenhang zwischen Verschwörungsglaube und Popkultur.

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