Ausgabe Februar 2008

Klima, Ressourcen und Krieg

„Krieg um Öl oder Frieden durch die Sonne“ – der Titel eines neuen Buches von Franz Alt gibt eine sehr verbreitete Stimmung nicht nur in Deutschland wieder.1 Tatsächlich hat die Geographie der heutigen bewaffneten Konflikte eine auffallende Ähnlichkeit mit der Geographie der Öl- und Gasförderung.

„Krieg um Öl oder Frieden durch die Sonne“ – der Titel eines neuen Buches von Franz Alt gibt eine sehr verbreitete Stimmung nicht nur in Deutschland wieder.1 Tatsächlich hat die Geographie der heutigen bewaffneten Konflikte eine auffallende Ähnlichkeit mit der Geographie der Öl- und Gasförderung.

Zu den Grundprämissen, auf denen die Annahme eines unmittelbaren Zusammenhangs von Krieg und Ölknappheit basiert, gehört die „Peak-Oil- Theorie“.2 Ihr zufolge wird der Höhepunkt der Ölförderung in Bälde erreicht, das heißt die weltweite Ölförderung wird ab ca. 2015 rückläufig sein. Die Vorräte schwinden bei wachsender Nachfrage, und das, so die These, beschwört neue Verteilungskonflikte sowie drastisch steigende Ölpreise herauf. Kurz: Öl ist so begehrt, dass man es militärisch sichern möchte.

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Aktuelle Ausgabe Januar 2020

In der Januar-Ausgabe warnt der Journalist Alexander Hurst vor einem drohenden Bürgerkrieg in den USA, sollte Donald Trump eine Abwahl in einem Jahr nicht akzeptieren. Die indische Schriftstellerin Arundhati Roy zeigt, wie die Hindu-Nationalisten die innere Vielfalt Indiens bekämpfen und selbst vor kriegerischen Mitteln nicht halt machen. »Blätter«-Redakteurin Julia Schweers beleuchtet den Generationenkonflikt, der in Afrika zu einer dritten kontinentalen Protestwelle führen könnte. Der Soziologe Mathias Greffrath fordert die Abkehr vom Mantra des ständigen Wachstums, um dem »Zeitalter der Verwüstung« ein Ende zu setzen. Und »Blätter«-Mitherausgeber Micha Brumlik analysiert die antisemitische Kontinuität von der DDR bis ins heutige Ostdeutschland.

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