Ausgabe November 2008

Frankreichs Linke

Wenn sich vom 14. bis 16. November der schwer angeschlagene Parti Socialiste (PS) zu seinem Parteitag im nordfranzösischen Reims trifft, wird in erster Linie geklärt werden, wer die Partei zukünftig als Parteivorsitzender und Nachfolger von François Hollande anführen wird – und ob es sich dabei um einen Premier oder um eine Première secrétaire handeln wird. Bis Juli d.J.

Wenn sich vom 14. bis 16. November der schwer angeschlagene Parti Socialiste (PS) zu seinem Parteitag im nordfranzösischen Reims trifft, wird in erster Linie geklärt werden, wer die Partei zukünftig als Parteivorsitzender und Nachfolger von François Hollande anführen wird – und ob es sich dabei um einen Premier oder um eine Première secrétaire handeln wird.

Bis Juli d.J. sah es so aus, als gebe es nur zwei gewichtige Bewerber: die frühere Präsidentschaftskandidatin Ségolène Royal und den Pariser Bürgermeister Bertrand Delanoë.

Damit stellte sich der Kampf um die Führung eher als ein Ringen um den rechten Flügel dar: Im vergangenen Jahr hatte Royal überwiegend mit einem New-Labour-ähnlichen Profil ihren Wahlkampf bestritten. Dabei garnierte sie Themen wie Patriotismus und innere Sicherheit mit einem sozialen Anspruch – jedoch ohne grundlegende Kritik am Neoliberalismus oder gar am Kapitalismus zu üben.

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Aktuelle Ausgabe April 2026

In der April-Ausgabe erinnert Hauke Brunkhorst an den großen Sozialphilosophen und langjährigen »Blätter«-Mitherausgeber Jürgen Habermas, der am 14. März 2026 gestorben ist. Im Mittelpunkt seines Lebenswerks stand die Verteidigung der Demokratie. Diese, und mit ihr die Idee eines freien Westens, wird derzeit besonders von einer Figur herausgefordert: Donald Trump. Den unkalkulierbaren Folgen des Irankriegs für die Region wie für die internationale Ordnung widmen sich Dalia Dassa Kaye sowie Nicole Deitelhoff. Robert Kagan wiederum skizziert die absehbaren kriegerischen Folgen einer durch Trump zerstörten amerikanischen Ordnung – und deren hohe Kosten für die USA selbst. Was uns Thukydides heute über den drohenden Zusammenbruch der liberalen Welt lehren kann, fragen Carlotta Voss und Daniel-Pascal Zorn. Und Nick Reimer sowie Olga Bubich erinnern an die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vor vierzig Jahren und ihre Gegenwart im Schatten des Ukrainekrieges.

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