Ausgabe November 2008

Frankreichs Linke

Wenn sich vom 14. bis 16. November der schwer angeschlagene Parti Socialiste (PS) zu seinem Parteitag im nordfranzösischen Reims trifft, wird in erster Linie geklärt werden, wer die Partei zukünftig als Parteivorsitzender und Nachfolger von François Hollande anführen wird – und ob es sich dabei um einen Premier oder um eine Première secrétaire handeln wird. Bis Juli d.J.

Wenn sich vom 14. bis 16. November der schwer angeschlagene Parti Socialiste (PS) zu seinem Parteitag im nordfranzösischen Reims trifft, wird in erster Linie geklärt werden, wer die Partei zukünftig als Parteivorsitzender und Nachfolger von François Hollande anführen wird – und ob es sich dabei um einen Premier oder um eine Première secrétaire handeln wird.

Bis Juli d.J. sah es so aus, als gebe es nur zwei gewichtige Bewerber: die frühere Präsidentschaftskandidatin Ségolène Royal und den Pariser Bürgermeister Bertrand Delanoë.

Damit stellte sich der Kampf um die Führung eher als ein Ringen um den rechten Flügel dar: Im vergangenen Jahr hatte Royal überwiegend mit einem New-Labour-ähnlichen Profil ihren Wahlkampf bestritten. Dabei garnierte sie Themen wie Patriotismus und innere Sicherheit mit einem sozialen Anspruch – jedoch ohne grundlegende Kritik am Neoliberalismus oder gar am Kapitalismus zu üben.

Sie haben etwa 11% des Textes gelesen. Um die verbleibenden 89% zu lesen, haben Sie die folgenden Möglichkeiten:

Artikel kaufen (1€)
Digitalausgabe kaufen (10€)
Anmelden

Aktuelle Ausgabe Juni 2020

In der Juni-Ausgabe analysiert die Journalistin Kate Aronoff, wie sich Corona-Pandemie, Verschuldung und Klimawandel im globalen Süden zu einer dreifachen Krise verschränken. Die Ökonomen Emmanuel Saez und Gabriel Zucman zeigen, wie die einst progressive Steuerpolitik der USA durch eine systematische Bevorzugung der Reichen abgelöst wurde. Der Agrarwissenschaftler Knut Ehlers und der Präsident des Umweltbundesamtes, Dirk Messner, plädieren für eine radikale Transformation der Landwirtschaft hin zu mehr Nachhaltigkeit. Und »Blätter«-Redakteur Steffen Vogel ergründet den Zusammenhang zwischen Verschwörungsglaube und Popkultur.

Zur Ausgabe Probeabo

Weitere Artikel zum Thema