Ausgabe März 2012

Terror und Tourismus

Zum Verhältnis von Griechen und Deutschen

Es ist noch gar nicht so lange her, da war das Griechenlandbild des Durchschnittsdeutschen geprägt durch die gemütliche griechische Kneipe an der Ecke oder den Sirtáki tanzenden Urtyp „Aléxis Sorbás“ im gleichnamigen Film nach der Romanvorlage von Níkos Kazantzákis. Doch das gehört zunehmend der Vergangenheit an. Mehr und mehr trübt sich das einst so gute Verhältnis zwischen Deutschen und Griechen ein, kommen alte Ressentiments wieder hoch. Mit Kopfschütteln haben viele Griechen, aber auch Deutsche, registriert, dass die deutsche Boulevard-Presse, von „Bild“ bis „Focus“, mit Beginn der Euro-Krise eine Kampagne gegen Griechenland begann, die Fakten entstellte und jedes Maß einer sachlichen Kritik vergaß. Da wurden Griechen zu „Betrügern in der Eurofamilie“, als wären sie die Einzigen gewesen, die Bilanzen frisiert und über ihre Verhältnisse gelebt hatten. Offenbar wurde ein Sündenbock gesucht für eine Finanz- und Wirtschaftskrise, die viele Verantwortliche hatte.

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In der Januar-Ausgabe warnt der Journalist Alexander Hurst vor einem drohenden Bürgerkrieg in den USA, sollte Donald Trump eine Abwahl in einem Jahr nicht akzeptieren. Die indische Schriftstellerin Arundhati Roy zeigt, wie die Hindu-Nationalisten die innere Vielfalt Indiens bekämpfen und selbst vor kriegerischen Mitteln nicht halt machen. »Blätter«-Redakteurin Julia Schweers beleuchtet den Generationenkonflikt, der in Afrika zu einer dritten kontinentalen Protestwelle führen könnte. Der Soziologe Mathias Greffrath fordert die Abkehr vom Mantra des ständigen Wachstums, um dem »Zeitalter der Verwüstung« ein Ende zu setzen. Und »Blätter«-Mitherausgeber Micha Brumlik analysiert die antisemitische Kontinuität von der DDR bis ins heutige Ostdeutschland.

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