Ausgabe Dezember 2013

Wie die evangelische Kirche Fakten schafft

In der medialen Berichterstattung ging es mal wieder allzu sehr um Personen bei der diesjährigen Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Nach dem Rückzug von Grünen-Politikerin Katrin Göring-Eckardt von der Spitze der Synode duellierten sich CSU-Mann Günther Beckstein und die Bremer Juristin Brigitte Boehme in zwei Wahlgängen, ohne die erforderliche Mehrheit zu erringen. Beide mussten erst zum Rücktritt bewogen werden, bevor im dritten Wahlgang die FDP-Frau Irmgard Schwaetzer ohne Gegenkandidatin gewählt wurde.

Doch von ihrer nur rund 18monatigen Amtszeit wird nicht allzu viel abhängen. Viel wichtiger ist, dass auf dieser Synode bedeutende Entscheidungen zum kirchlichen Arbeitsrecht getroffen wurden – mit Folgen für rund 670 000 Angestellte bei Kirche und Diakonie. Angesichts dessen kann man sich nur wundern, dass hierzu keineswegs heiß diskutiert wurde, sondern die Vorlagen der Kirchenjuristen ohne große Änderungen durchgingen.

Wie schon in Magdeburg 2011 hat die Synode zweierlei beschlossen: erstens ein Rahmengesetz und zweitens eine politische Bekundung.

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Aktuelle Ausgabe April 2026

In der April-Ausgabe erinnert Hauke Brunkhorst an den großen Sozialphilosophen und langjährigen »Blätter«-Mitherausgeber Jürgen Habermas, der am 14. März 2026 gestorben ist. Im Mittelpunkt seines Lebenswerks stand die Verteidigung der Demokratie. Diese, und mit ihr die Idee eines freien Westens, wird derzeit besonders von einer Figur herausgefordert: Donald Trump. Den unkalkulierbaren Folgen des Irankriegs für die Region wie für die internationale Ordnung widmen sich Dalia Dassa Kaye sowie Nicole Deitelhoff. Robert Kagan wiederum skizziert die absehbaren kriegerischen Folgen einer durch Trump zerstörten amerikanischen Ordnung – und deren hohe Kosten für die USA selbst. Was uns Thukydides heute über den drohenden Zusammenbruch der liberalen Welt lehren kann, fragen Carlotta Voss und Daniel-Pascal Zorn. Und Nick Reimer sowie Olga Bubich erinnern an die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vor vierzig Jahren und ihre Gegenwart im Schatten des Ukrainekrieges.

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