Ausgabe Februar 2015

Rot-Rot-Grün: Politik- statt Personalwechsel

Eine Antwort auf Jürgen Trittin

Ende letzten Jahres setzte sich Jürgen Trittin in den »Blättern« kritisch mit den Perspektiven einer rot-rot-grünen Koalition auf Bundesebene auseinander. Trotz der Notwendigkeit einer grundlegenden Abkehr von der Merkelschen Politik werde Rot-Rot-Grün vor allem durch die außenpolitischen Positionen der Linkspartei verhindert (Die Koalition der Transformation und was ihr im Wege steht, »Blätter«, 10/2014, S. 53-64). Nach der Wahl Bodo Ramelows zum Ministerpräsidenten von Thüringen mit den Stimmen von Linkspartei, SPD und Grünen hat die Diskussion in allen drei Parteien wieder an Fahrt aufgenommen, auch mit Blick auf die Bundestagswahl 2017. Im Folgenden antwortet Sahra Wagenknecht, stellvertretende Vorsitzende der Linkspartei-Bundestagsfraktion, mit ihrer Analyse der politischen Lage auf die Position Jürgen Trittins. Die Debatte wird fortgesetzt. – D. Red.

Europa im Jahr 2015: Gut hundert Jahre nach dem Ersten Weltkrieg spitzen sich die Widersprüche in und um Europa erneut gefährlich zu. Die Ukraine wurde unter tätiger Mithilfe der USA und auch der EU in einen Bürgerkrieg gestürzt, der das Land zu zerreißen droht. Im Westen wird das alte Feindbild vom bösen Russen wiederbelebt, der Kalte Krieg wird als Wirtschaftskrieg fortgesetzt.

Sie haben etwa 5% des Textes gelesen. Um die verbleibenden 95% zu lesen, haben Sie die folgenden Möglichkeiten:

Artikel kaufen (2.00€)
Digitalausgabe kaufen (10.00€)
Anmelden

Aktuelle Ausgabe Februar 2020

In der Februar-Ausgabe warnen die ehemaligen US-Politiker Ernest J. Moniz und Sam Nunn vor einem erneuten Wettrüsten zwischen Russland und den USA. Hans-Gerd Marian und Michael Müller von den NaturFreunden Deutschlands legen die braunen Linien der deutschen Umweltbewegung offen. Der Vorsitzende der SWP, Volker Perthes, fragt nach den Auswirkungen der jüngsten Spannungen zwischen den USA und Iran – auch und gerade für Europa. Die indische Schriftstellerin Arundhati Roy zeigt, wie die regierenden Hindu-Nationalisten Millionen Menschen zu Staatenlosen machen und so ein neues Kastensystem schaffen könnten. Und der Stadtforscher Paul Chatterton skizziert die Zukunft der klimaneutralen, nachhaltig produzierenden Stadt.

Zur Ausgabe Probeabo

Weitere Artikel zum Thema

Zieht doch nach Duisburg!

von Utta Seidenspinner

Mit einem Mietendeckel will der rot-rot-grüne Berliner Senat die Hauptstädter entlasten: So sollen Vermieter nicht mehr als 30 Prozent des Haushaltseinkommens verlangen dürfen. Das aber geht am Problem vorbei, argumentiert die Journalistin Utta Seidenspinner. Wer Mieter schützen will, muss grundsätzlichere Lösungen finden.