Ausgabe Januar 2015

Afrika braucht mehr Deutschland

In der letzten Ausgabe plädierte Monika Knoche für eine aktive Friedenspolitik, die statt auf militärische Intervention auf Interessenausgleich setzt. Dagegen begrüßt der Sicherheits- und Afrika-Experte Tom Goeller, dass Deutschland längst auf dem Weg von der „Kultur der Zurückhaltung“ zu einer „Kultur der Verantwortung“ ist – wenn nötig, auch mit militärischen Mitteln.

Fast ein Jahr ist es her, dass Bundespräsident Gauck, Außenminister Steinmeier und Verteidigungsministerin von der Leyen – durchaus in unterschiedlicher Weise, aber im Grundton einig – ein verstärktes Engagement Deutschlands in Afrika gefordert haben. Eine militärische Komponente stand dabei zwar nicht im Vordergrund, wurde aber als Handlungsoption deutlicher als bisher angesprochen. Doch von nennenswerten Veränderungen ist seither wenig zu sehen. Dabei sind die blutigen Unruhen in der Zentralafrikanischen Republik nur das jüngste Beispiel eines Staatszerfalls auf dem Nachbarkontinent. Er begann vor zwei Jahren mit einem Putsch und mündete binnen weniger Monate in eine Spirale der Gewalt zwischen muslimischen und christlichen Milizen. Der Konflikt hat inzwischen Tausende von Menschenleben gefordert.

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Aktuelle Ausgabe Januar 2020

In der Januar-Ausgabe warnt der Journalist Alexander Hurst vor einem drohenden Bürgerkrieg in den USA, sollte Donald Trump eine Abwahl in einem Jahr nicht akzeptieren. Die indische Schriftstellerin Arundhati Roy zeigt, wie die Hindu-Nationalisten die innere Vielfalt Indiens bekämpfen und selbst vor kriegerischen Mitteln nicht halt machen. »Blätter«-Redakteurin Julia Schweers beleuchtet den Generationenkonflikt, der in Afrika zu einer dritten kontinentalen Protestwelle führen könnte. Der Soziologe Mathias Greffrath fordert die Abkehr vom Mantra des ständigen Wachstums, um dem »Zeitalter der Verwüstung« ein Ende zu setzen. Und »Blätter«-Mitherausgeber Micha Brumlik analysiert die antisemitische Kontinuität von der DDR bis ins heutige Ostdeutschland.

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