Ausgabe Januar 2017

Für eine neue Handelsverkehrsordnung

Globalisierung jenseits von TTIP und TTP

Der Wahlsieg Donald Trumps ist in seinen Dimensionen und Auswirkungen heute noch gar nicht in Gänze erfassbar. Eines allerdings steht bereits fest: Handelsfragen, speziell Donald Trumps strikte Ablehnung der transpazifischen und transatlantischen Handelsabkommen TTP und TTIP, haben im Präsidentschaftswahlkampf 2016 eine nicht unerhebliche Rolle gespielt und dürften zu seinem Sieg mit beigetragen haben.

Viele Menschen haben heute den Eindruck, ihnen und ihren Communities ist dadurch, dass sie den Mächten der Globalisierung ausgesetzt wurden, großer Schaden zugefügt worden. Daran zeigt sich, dass die wirtschaftlichen und sozialen Kosten unseres gegenwärtigen handelspolitischen Modells einen kritischen Punkt erreicht haben. Denjenigen unter uns, die die Ungerechtigkeiten des Welthandels schon lange erkannt haben, eröffnet die jetzt eingetretene Situation dagegen ironischerweise die Chance, ein neues Modell zu entwerfen, nennen wir es eine neue „Straßenverkehrsordnung“ für den Freihandel – genauer: eine „Handelsverkehrsordnung“.

Es liegt uns fern zu versuchen, damit in Sachen Globalisierung die Uhr zurückzustellen, wie es Donald Trump und seine Anhänger zu präferieren scheinen. Fest steht: Die Globalisierung wird weiter rasch fortschreiten.

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