Ausgabe Oktober 2017

Hurrikan »Irma« und der Klimakrieg

Betrachten wir der Übersichtlichkeit halber nur, was innerhalb einer einzigen Woche auf einem einzigen Kontinent geschah, und zwar in Nordamerika: In Houston begann Anfang September die harte und unromantische Arbeit des Wiederaufbaus. Zuvor war Hurrikan „Harvey“ über Texas hinweggefegt, der den stärksten jemals in dem Bundesstaat gemessenen Regen mit sich brachte. Über weite Strecken war „Harvey“ ein Sturm, wie er nur einmal in 25 000 Jahren vorkommt, an bestimmten Orten sogar einer, wie er nur einmal in 500 000 Jahren eintritt.

Gleichzeitig stellte San Francisco mit 41,1 Grad Celsius nicht nur seinen Temperaturrekord ein, sondern schlug ihn gar um 1,5 Grad. Ein solcher Anstieg sollte nach 150 Jahren, also 55 000 Tagen, Wetteraufzeichnungen statistisch eigentlich unmöglich sein. Dasselbe heiße Wetter sorgte für Rekorde an der ganzen Westküste – außer an jenen Orten, an denen eine Rauchwolke von enormen Waldbränden die Sonne verdunkelte.

Nachdem ein Waldbrand sich irgendwie über den mächtigen Columbia River von Oregon in den benachbarten Bundesstaat Washington ausgebreitet hatte, berichteten Bewohner, die Asche falle so dick vom Himmel wie nach dem Ausbruch des Mount St. Helens 1980 – einem der stärksten Vulkanausbrüche des 20. Jahrhunderts.

Sie haben etwa 19% des Textes gelesen. Um die verbleibenden 81% zu lesen, haben Sie die folgenden Möglichkeiten:

Artikel kaufen (1.00€)
Digitalausgabe kaufen (10.00€)
Anmelden

Aktuelle Ausgabe Februar 2020

In der Februar-Ausgabe warnen die ehemaligen US-Politiker Ernest J. Moniz und Sam Nunn vor einem erneuten Wettrüsten zwischen Russland und den USA. Hans-Gerd Marian und Michael Müller von den NaturFreunden Deutschlands legen die braunen Linien der deutschen Umweltbewegung offen. Der Vorsitzende der SWP, Volker Perthes, fragt nach den Auswirkungen der jüngsten Spannungen zwischen den USA und Iran – auch und gerade für Europa. Die indische Schriftstellerin Arundhati Roy zeigt, wie die regierenden Hindu-Nationalisten Millionen Menschen zu Staatenlosen machen und so ein neues Kastensystem schaffen könnten. Und der Stadtforscher Paul Chatterton skizziert die Zukunft der klimaneutralen, nachhaltig produzierenden Stadt.

Zur Ausgabe Probeabo

Weitere Artikel zum Thema

Die Einflüsterer des Präsidenten: Fox News und Donald Trump

von Klaus Kamps

Erstaunliche Meldungen waren das, in der Tat: US-Präsident Donald Trump möchte Grönland kaufen, befiehlt amerikanischen Unternehmen, China zu verlassen, erklärt den Chef der amerikanischen Zentralbank zum Feind – und beschwert sich über seinen Lieblingssender, „Fox News“, weil dort nicht nur schlechte Umfragewerte über ihn zu hören waren, son