Ausgabe April 2019

Syrien: Krieg ohne Ende

Bild: Zwei F-22-Flugzeuge der U.S. Air Force fliegen über Syrien (Public Domain)

Geht es nach US-Präsident Donald Trump, ist der Syrienkrieg zu Ende: Der IS sei „zu 100 Prozent“ besiegt, das Land nach mehr als sieben Kriegsjahren endlich stabilisiert. Es sei also höchste Zeit, die amerikanischen Truppen heimzuholen, so Trump.

Doch wie so oft, wenn der US-Präsident spricht, ist das Gegenteil richtig: Tatsächlich ist der Konflikt alles andere als beigelegt, vielmehr destabilisiert der angekündigte US-Rückzug das Land und die gesamte Region bedrohlich weiter. Gerade in geopolitischer Hinsicht spielt Syrien im Nahen und Mittleren Osten eine zentrale Rolle. Entsprechend groß sind nach wie vor die jeweiligen Interessen der regionalen Mächte und ihrer Verbündeten. 

Und obwohl diese Syriens territoriale Einheit bisher nicht in Frage stellen, versuchen sie insbesondere in den Grenzregionen aktiv Einfluss auszuüben – auch durch den Einsatz militärischer Mittel. Wer dabei am Ende gewinnt, ist derzeit noch völlig offen. Fest steht indes: Was auch immer die internationalen Mächte und insbesondere die Nachbarstaaten Syriens sich jeweils erhoffen – Baschar al-Assad hat über die vergangenen Jahre stets vermocht, verschiedenste Akteure gegeneinander auszuspielen, ganz gleich, ob diese Freund oder Feind des Regimes gewesen sind. 

Der Pakt mit dem Teufel

Am schwierigsten gestaltet sich die Lage derzeit für die syrischen Kurden.

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