Ausgabe Januar 2019

Grundeinkommen: Kohle für alle

Die CO2-Emissionen haben einen neuen Rekordwert erreicht, teilte jüngst das UN-Umweltprogramm mit. Das ist das glatte Gegenteil dessen, was bei der Pariser Klimakonferenz angestrebt wurde. Deutschland ist dabei mittenmang. Weder beim Verkehr noch in der Energieerzeugung wird die Bundesrepublik ihre Verpflichtung für das große Ziel, die Erderwärmung auf maximal 1,5 Grad zu begrenzen, mit den bisherigen Maßnahmen einhalten können. Und die Kohlekommission, die den Ausstieg aus der besonders verschmutzenden Braunkohle vorbereiten soll, hat sich ohne Einigung vertagt. Denn die Kohleländer fordern mal eben so etliche Dutzend Milliarden Euro zur Kompensation. Die große Koalition hat aber für diese Legislaturperiode eher 1,5 Mrd. Euro an Zuschüssen veranschlagt. Und das mit Grund.

Denn die Beschäftigungszahlen, um die es hier geht, sind höchst überschaubar. In der direkten Braunkohleförderung geht es um gut 20 000 Jobs, in den mit Braunkohle arbeitenden Kraftwerken kommen noch etwa 5 000 dazu, großzügig geschätzt. Ein nicht geringer Anteil der Beschäftigten ist über 50 Jahre alt, denn der Niedergang der Branche besteht seit Jahren. Eine Arbeit dort war für den Nachwuchs nur wenig attraktiv. Und wegen 25 000 Arbeitsplätzen von vorwiegend älteren Mitbürgern setzt ein wohlhabendes Land von über 80 Mio.

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In der Januar-Ausgabe warnt der Journalist Alexander Hurst vor einem drohenden Bürgerkrieg in den USA, sollte Donald Trump eine Abwahl in einem Jahr nicht akzeptieren. Die indische Schriftstellerin Arundhati Roy zeigt, wie die Hindu-Nationalisten die innere Vielfalt Indiens bekämpfen und selbst vor kriegerischen Mitteln nicht halt machen. »Blätter«-Redakteurin Julia Schweers beleuchtet den Generationenkonflikt, der in Afrika zu einer dritten kontinentalen Protestwelle führen könnte. Der Soziologe Mathias Greffrath fordert die Abkehr vom Mantra des ständigen Wachstums, um dem »Zeitalter der Verwüstung« ein Ende zu setzen. Und »Blätter«-Mitherausgeber Micha Brumlik analysiert die antisemitische Kontinuität von der DDR bis ins heutige Ostdeutschland.

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