Ausgabe September 2001

Gründungsakte der Afrikanischen Union.

Förmlich beschlossen auf dem OAU-Gipfel in Lusaka vom 9. bis 11. Juli 2001 (Auszüge)

Am 9. September 1999 beschlossen die Mitglieder der seit 1963 bestehenden "Organisation der Afrikanischen Einheit" (OAU) auf ihrer Konferenz in Sirte (Libyen) einer Anregung Muammar al Gaddafis folgend die Auflösung der OAU in einer neu zu gründenden "Afrikanischen Union" (AU). Entgegen anfänglichen Zweifeln wurde die Gründungsakte der Afrikanischen Union auf der jüngsten Konferenz der 53 Staats- und Regierungschefs der OAU (9.-11.7.2001 in Lusaka) einstimmig verabschiedet, bedarf allerdings noch der Ratifizierung einiger nationaler Parlamente. Die Konzeption der AU orientiert sich zum Teil an der EU, so sollen etwa jährliche Treffen der Staats- und Regierungschefs stattfinden, ein PanAfrikanisches Parlament, eine Kommission und eine Zentralbank geschaffen werden. Wir dokumentieren die Gründungsakte in Auszügen. - D. Red.

[...]

Artikel 2: Gründung

Die Afrikanische Union ist hiermit im Einklang mit den Vorschriften dieser Akte gegründet.

Artikel 3: Ziele

Die Ziele der Union sind es, a. eine größere Einheit und Solidarität zwischen den afrikanischen Ländern und den Völkern Afrikas zu erreichen; b. die Souveränität, territoriale Integrität und Unabhängigkeit ihrer Mitgliedsstaaten zu verteidigen; c. die politische und sozio-ökonomische Integration des Kontinents zu beschleunigen; d.

Sie haben etwa 10% des Textes gelesen. Um die verbleibenden 90% zu lesen, haben Sie die folgenden Möglichkeiten:

Artikel kaufen (1€)
Digitalausgabe kaufen (10€)
Anmelden

Aktuelle Ausgabe April 2026

In der April-Ausgabe erinnert Hauke Brunkhorst an den großen Sozialphilosophen und langjährigen »Blätter«-Mitherausgeber Jürgen Habermas, der am 14. März 2026 gestorben ist. Im Mittelpunkt seines Lebenswerks stand die Verteidigung der Demokratie. Diese, und mit ihr die Idee eines freien Westens, wird derzeit besonders von einer Figur herausgefordert: Donald Trump. Den unkalkulierbaren Folgen des Irankriegs für die Region wie für die internationale Ordnung widmen sich Dalia Dassa Kaye sowie Nicole Deitelhoff. Robert Kagan wiederum skizziert die absehbaren kriegerischen Folgen einer durch Trump zerstörten amerikanischen Ordnung – und deren hohe Kosten für die USA selbst. Was uns Thukydides heute über den drohenden Zusammenbruch der liberalen Welt lehren kann, fragen Carlotta Voss und Daniel-Pascal Zorn. Und Nick Reimer sowie Olga Bubich erinnern an die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vor vierzig Jahren und ihre Gegenwart im Schatten des Ukrainekrieges.

Zur Ausgabe Probeabo

Weitere Artikel zum Thema

Südsudan: Krieg im Patronagestaat

von Simone Schlindwein

Seit nunmehr drei Jahren tobt im Sudan ein brutaler Krieg zwischen dem sudanesischen Militär SAF und der paramilitärischen Miliz RSF mit ihren rivalisierenden Anführern General Abdelfatah al Burhan und General Mohammed Hamdan Daglo; mehre Millionen Menschen wurden seither innerhalb des eigenen Landes und in Nachbarländer vertrieben, Hunderttausende getötet.