Seit dem Putsch des Militärs vormehr als sechs Jahren durchzieht eine Blutspur des Terrors Algerien. Zunächst wurden Intellektuelle, Künstler und Schriftsteller ermordet, später Journalisten, Polizisten, Soldaten und Ausländer, die angeblich mit den Machthabern kollaborierten. Immer wieder werden neue Massaker gemeldet, denen ganze Familien und Dorfgemeinschaften zum Opfer fallen - gleichzeitig scheint die Regierung in Algier außerstande, wirksam gegen den Terror vorzugehen (Vgl. auch das "Blätter"-Gespräch mit Sabine Kebir, in: "Blätter" 1/1998). Am 5. März lud der WDR zu einer Podiumsdiskussion mit dem Titel "Algerien - Auswege aus der Krise?" in die Volkshochschule Essen ein. Der Einladung folgten Louisa Hanaune, Präsidentin der algerischen Arbeiterpartei, Dr. Werner Hoyer, Staatssekretär im Auswärtigen Amt, Samuel Schirmbeck, seit 1991 Korrespondent in Rabat und Algier, und Prof. Reinhard Schulze, Islam-Wissenschaftler an der Universität Bern. Moderiert wurde die Veranstaltung von Vera Drechmann, stellvertretende Wellenchefin von WDR Radio 5. In Kooperation mit den Beteiligten erarbeitete Helena Sabbagh die folgende "Blätter"-Version - D. Red.
Der 30. Juni 2026 war ein denkwürdiger Tag in Südafrika. Bis zu dieser Deadline sollten alle illegalen Migrant:innen Südafrika verlassen haben, hatten die Organisatoren des für dieses Datum ausgerufenen Protesttags zuvor wochenlang und zunehmend lautstark gefordert.