Ausgabe Juli 2002

Terrorismusbekämpfung in Europa

Wer erinnert sich nicht an die dramatischen Auseinandersetzungen, die seinerzeit die Schaffung spezieller Gesetze zur Bekämpfung des Terrorismus begleiteten? Unter dem Begriff "deutscher Herbst" sind diese Ereignisse in die bundesdeutsche Geschichte eingegangen und werden bis heute in Romanen und Filmen thematisiert. Mit jenen Entscheidungen vertiefte sich die Kluft zwischen der damaligen sozialliberalen Koalition und ihren linken Kritikern, die in den neuen Gesetzen eine Überreaktion des Staates und eine Gefährdung demokratischer Rechte sahen. Der liberale Flügel in der FDP verlor damals entscheidenden Einfluss. Der daraus folgende Rücktritt des Innenministers Baum bereitete den Boden für die 1982 erfolgte Wende der FDP hin zur CDU/CSU. Außerhalb des Parlaments begünstigte der "deutsche Herbst" den Zusammenschluss alternativer und grüner Gruppen und Wählerverbindungen zur Partei der Grünen. 1)

Damals konnten sich kritische Stimmen zumindest Gehör verschaffen, ob innerhalb oder außerhalb des Parlaments, und in den liberalen Medien fand eine kritische Debatte statt.

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Aktuelle Ausgabe Februar 2026

In der Februar-Ausgabe analysiert Ferdinand Muggenthaler die Folgen des US-Militärschlags in Venezuela für Lateinamerika – und erläutert, an welche Grenzen Trumps imperiale Ambitionen auf dem Subkontinent stoßen könnten. Nach vier Jahren russischer Vollinvasion und einem Jahr Trump ist die Ukraine zu einem zentralen Schauplatz im Ringen um eine imperiale globale Ordnung avanciert, argumentiert Steffen Vogel. Ulrich Menzel beschreibt die Konturen des heranbrechenden neuen imperialistischen Zeitalters, in dem das »Trio infernale« – USA, Russland und China – miteinander um die globale Vorherrschaft ringt. Seyla Benhabib beleuchtet unter Rückgriff auf das Denken Hannah Arendts die dramatischen Herausforderungen der Demokratie im planetarischen Zeitalter. Sonja Peteranderl zeigt auf, wie sich deutsche Behörden aus ihrer Abhängigkeit von Trump-hörigen Tech-Konzernen lösen können. Dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk hierzulande nicht nur innenpolitisch unter Druck steht, sondern auch ausländische Regierungen politisch Einfluss auszuüben versuchen, zeigt Wolfgang Kraushaar am Beispiel der Kontroverse um die ARD-Israel-Korrespondentin Sophie von der Tann. Und Georg Diez plädiert angesichts der wachsenden Stimmenanteile der AfD für die Abkehr von Parteidisziplin und den Umbau der Demokratie hin zu einer zielorientierten Zwei-Drittel-Republik.

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