Ausgabe Mai 2003

Mythen der Internetökonomie

Das Internet hat sich seit der Einführung des ersten kommerziellen Browsers 1993 sehr schnell zu einer neuen Querschnittstechnologie entwickelt, die nahezu alle Bereiche der Gesellschaft in zum Teil einschneidender Weise berührt und verändert. Seit Ende der 90er Jahre unterliegt es einem signifikanten Funktionswandel: Gestartet als Wissenschaftsnetz und Spiel-Raum für subkulturelle Communities, ist es seither in den Rang einer neuen Basistechnologie der Wirtschaft hineingewachsen und wird in zunehmendem Maße von ökonomischen Interessen geprägt. Das Internet berührt nicht nur die unternehmensinternen Informationsbeziehungen, sondern auch die unternehmensübergreifende Vernetzung, die Handelsbeziehungen zwischen Unternehmen sowie den Handel zwischen Unternehmen und Endverbrauchern.

Wie weitreichend die durch das Internet angestoßenen Veränderungen der Märkte, Akteurkonstellationen und Industriestrukturen sind, ist freilich umstritten.

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Aktuelle Ausgabe März 2026

In der März-Ausgabe spannt sich der Bogen von der Antike bis zur Gegenwartskrise: Markus Linden zeigt, wie die Neue Rechte Platon und Cicero für ihre antiliberale Propaganda vereinnahmt. Maike Albath beleuchtet, wie Giorgia Meloni der italienischen Rechten ein vermeintlich harmloses, mütterliches Image verleiht. Antje Schrupp bilanziert die Politik der Gleichstellung und fragt, wie weibliche Freiheit in einem postpatriarchalen Zeitalter neu gedacht werden kann. Zum Holocaust-Gedenktag fordert die Auschwitz-Überlebende Tova Friedman in einem eindringlichen Appell entschlossenes Handeln gegen den wieder aufblühenden Antisemitismus. Eva Illouz diskutiert mit Dieter Thomä, wie im Schatten des Gazakrieges die Voraussetzungen für eine friedliche Zukunft in Nahost geschaffen werden könnten. Wolfgang Zellner analysiert, wie Europa angesichts des drohenden Zerfalls der Nato seine Souveränität bewahren kann. Robert Misik plädiert für einen radikalen Linksliberalismus als Antwort auf den rechten Autoritarismus. Und während Jochen Ahlswede 15 Jahre nach Fukushima vor einer Entmachtung der Atomsicherheitsbehörden warnt, fragt Frank Adloff, wie sich eine ökologische Zukunft trotz multipler Krisen offenhalten lässt.

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