Ausgabe Dezember 2004

Pazifische Drift

Die APEC zwischen Bi- und Multilateralismus

Mit der 1989 gegründeten Asia-Pacific Economic Cooperation (APEC) sollte das "Pazifische Jahrhundert" eingeläutet werden. Der Pacific-Hype wurde jedoch bald von handelspolitischen Grabenkriegen abgelöst. Fünfzehn Jahre nach Gründung und ein Jahrzehnt nach den entscheidenden Gipfeln von Seattle und Bogor stellt sich deshalb die Frage: Was hat die APEC erreicht?

Mit der 1989 gegründeten Asia-Pacific Economic Cooperation (APEC) sollte das "Pazifische Jahrhundert" eingeläutet werden. Der Pacific-Hype wurde jedoch bald von handelspolitischen Grabenkriegen abgelöst. Fünfzehn Jahre nach Gründung und ein Jahrzehnt nach den entscheidenden Gipfeln von Seattle und Bogor stellt sich deshalb die Frage: Was hat die APEC erreicht? Fest steht: Die Bilanzen der beteiligten Akteure sind höchst unterschiedlich. Hinzu kommt, dass gegenwärtig, nicht zuletzt durch die Entwicklung seit dem 11. September, neue Themen die Agenda dominieren. Wie andere multilaterale Organisationen wird auch die APEC heute von der neuen Bilateralismus- Welle massiv gefährdet.

Vor 15 Jahren sah das noch ganz anders aus. Rückblickend erscheint die APEC-Gründung somit eher als Ergebnis, denn als Auslöser transpazifischer wirtschaftlicher Aktivitäten.1 Bis in die 80er Jahre stieg die weltwirtschaftliche Bedeutung des transpazifischen Handels kontinuierlich an.

Sie haben etwa 4% des Textes gelesen. Um die verbleibenden 96% zu lesen, haben Sie die folgenden Möglichkeiten:

Artikel kaufen (1€)
Digitalausgabe kaufen (10€)
Anmelden

Weitere Artikel zum Thema

Indonesien: Die Wut der Gen Z und ihr Kampf gegen die Eliten

von Markus Berg

Seit zwei Jahren ist Indonesiens Präsident Prabowo Subianto nun im Amt – der konservative Ex-General folgte im Oktober 2024 auf den beliebten einstigen Reformer Joko Widodo, kurz: Jokowi, der das Land zehn Jahre lang regiert hatte.

»Kakerlaken«-Proteste: Indiens zerbrochener Gesellschaftsvertrag

von Britta Petersen

Über einen Monat lang demonstrierten junge Menschen in Indiens Hauptstadt Neu-Delhi und weiteren großen Städten des Landes, bis die Regierung ihrer Forderung nach einem Rücktritt des Bildungsministers Dharmendra Pradhan nachgab.