Zum ersten Mal hat die internationale Klimakonferenz - die fünfte in der Reihe der sogenannten "Vertragsstaatenkonferenzen" (COP-5) - in Bonn stattgefunden, das seit dem Jahre 1996 Sitz des Klimasekretariats der Vereinten Nationen (UNFCCC) ist: In der letzten Oktober- und der ersten Novemberwoche besuchten rund 5 000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Konferenz die ehemalige Hauptstadt. 166 Regierungsdelegationen, dazu Vertreter von internationalen Organisationen, von Umweltschutz- und Wirtschaftsverbänden sowie anderen Nicht-Regierungsorganisationen sollten einige der Ziele erreichen, die im letzten Jahr bei der 4. Vertragsstaatenkonferenz in Buenos Aires anvisiert worden waren. Zu diesen Zielen gehörten: - die von den Industrieländern erstellten "Inventare" der Emissionen von Treibhausgasen zu analysieren, - Maßnahmen zum Aufbau personeller und institutioneller Kapazitäten zur Erstellung derartiger Inventare für die Entwicklungsländer zu verabschieden, - den Transfer sauberer Technologien von den Industrie- in die Entwicklungsländer zu beschleunigen, sowie vor allem - die Instrumente und "Mechanismen" genauer auszugestalten, mit denen die Reduktion der Emissionen von Treibhausgasen erreicht werden sollen; sie waren 1997 bei der 3. Vertragsstaatenkonferenz in Kyoto im sogenannten " Kyoto-Protokoll" verabschiedet worden.
In der Januar-Ausgabe skizziert der Journalist David Brooks, wie die so dringend nötige Massenbewegung gegen den Trumpismus entstehen könnte. Der Politikwissenschaftler Philipp Lepenies erörtert, ob die Demokratie in den USA in ihrem 250. Jubiläumsjahr noch gesichert ist – und wie sie in Deutschland geschützt werden kann. Der Politikwissenschaftler Sven Altenburger beleuchtet die aktuelle Debatte um die Wehrpflicht – und deren bürgerlich-demokratische Grundlagen. Der Sinologe Lucas Brang analysiert Pekings neue Friedensdiplomatie und erörtert, welche Antwort Europa darauf finden sollte. Die Journalistinnen Susanne Götze und Annika Joeres erläutern, warum die Abhängigkeit von Öl und Gas Europas Sicherheit gefährdet und wie wir ihr entkommen. Der Medienwissenschaftler Roberto Simanowski erklärt, wie wir im Umgang mit Künstlicher Intelligenz unsere Fähigkeit zum kritischen Denken bewahren können. Und die Soziologin Judith Kohlenberger plädiert für eine »Politik der Empathie« – als ein Schlüssel zur Bekämpfung autoritärer, illiberaler Tendenzen in unserer Gesellschaft.