Zum ersten Mal hat die internationale Klimakonferenz - die fünfte in der Reihe der sogenannten "Vertragsstaatenkonferenzen" (COP-5) - in Bonn stattgefunden, das seit dem Jahre 1996 Sitz des Klimasekretariats der Vereinten Nationen (UNFCCC) ist: In der letzten Oktober- und der ersten Novemberwoche besuchten rund 5 000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Konferenz die ehemalige Hauptstadt. 166 Regierungsdelegationen, dazu Vertreter von internationalen Organisationen, von Umweltschutz- und Wirtschaftsverbänden sowie anderen Nicht-Regierungsorganisationen sollten einige der Ziele erreichen, die im letzten Jahr bei der 4. Vertragsstaatenkonferenz in Buenos Aires anvisiert worden waren. Zu diesen Zielen gehörten: - die von den Industrieländern erstellten "Inventare" der Emissionen von Treibhausgasen zu analysieren, - Maßnahmen zum Aufbau personeller und institutioneller Kapazitäten zur Erstellung derartiger Inventare für die Entwicklungsländer zu verabschieden, - den Transfer sauberer Technologien von den Industrie- in die Entwicklungsländer zu beschleunigen, sowie vor allem - die Instrumente und "Mechanismen" genauer auszugestalten, mit denen die Reduktion der Emissionen von Treibhausgasen erreicht werden sollen; sie waren 1997 bei der 3. Vertragsstaatenkonferenz in Kyoto im sogenannten " Kyoto-Protokoll" verabschiedet worden.
Das Timing hätte nicht besser sein können. Kaum hatten Ende April Delegierte aus 57 Staaten die weltweit erste Konferenz zum Ausstieg aus fossilen Brennstoffen verlassen, gab es neue Hiobsbotschaften vom Ölmarkt.