Ausgabe Mai 2000

Den Aufschwung nutzen

Memorandum 2000 der Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik (Auszüge)

Am 27. April stellte die Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik ihr jährliches "Gegengutachten" zu den regierungsnahen Expertisen vor. Wir dokumentieren aus der Kurzfassung die Einleitung und das Schlußkapitel sowie den Abschnitt über die Rentenpolitik. Zu anderen Themen des Memorandums vgl. die "Blätter"-Beiträge von Autoren aus der Arbeitsgruppe, etwa Rudolf Hickel, Steuerpolitik für Shareholder, in der Februarausgabe, sowie ders., Warum der Euro stärker ist als sein Ruf, im Aprilheft. Die Langfassung des Memorandums erscheint als Buch (ca. 280 Seiten) im Papy Rossa Verlag (Köln). (Informationen über und von der Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik sind im Internet unter www.barkhof.uni-bremen.de zu bekommen oder via Briefpost ans Postfach 33 04 47, 28334 Bremen zu erfragen.) - D. Red.

Glück statt Politik - der mißverstandene Aufschwung

Mit Beginn diesen Jahres hat sich unverhofftes - und unverdientes Glück gleich doppelt über der Wirtschafts- und Sozialpolitik der Bundesregierung ausgebreitet: Zum einen haben schwarze Kassen, Parteispendenskandale, Rüstungslobby und Niedergang der CDU die Wirtschaftspolitik fast völlig aus der öffentlichen Diskussion verdrängt und der Bundesregierung breiten Handlungsspielraum verschafft.

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Aktuelle Ausgabe März 2026

In der März-Ausgabe spannt sich der Bogen von der Antike bis zur Gegenwartskrise: Markus Linden zeigt, wie die Neue Rechte Platon und Cicero für ihre antiliberale Propaganda vereinnahmt. Maike Albath beleuchtet, wie Giorgia Meloni der italienischen Rechten ein vermeintlich harmloses, mütterliches Image verleiht. Antje Schrupp bilanziert die Politik der Gleichstellung und fragt, wie weibliche Freiheit in einem postpatriarchalen Zeitalter neu gedacht werden kann. Zum Holocaust-Gedenktag fordert die Auschwitz-Überlebende Tova Friedman in einem eindringlichen Appell entschlossenes Handeln gegen den wieder aufblühenden Antisemitismus. Eva Illouz diskutiert mit Dieter Thomä, wie im Schatten des Gazakrieges die Voraussetzungen für eine friedliche Zukunft in Nahost geschaffen werden könnten. Wolfgang Zellner analysiert, wie Europa angesichts des drohenden Zerfalls der Nato seine Souveränität bewahren kann. Robert Misik plädiert für einen radikalen Linksliberalismus als Antwort auf den rechten Autoritarismus. Und während Jochen Ahlswede 15 Jahre nach Fukushima vor einer Entmachtung der Atomsicherheitsbehörden warnt, fragt Frank Adloff, wie sich eine ökologische Zukunft trotz multipler Krisen offenhalten lässt.

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